Es war ein herzzerreißender Anblick. Der kleine „Maxi“ war von seinem Besitzer im Innviertel mit einem kurzen Strick an einem Baum festgebunden worden - und das bei jeder Witterung. Mitfühlende Tierfreunde schlugen Alarm. Der Rüde wurde vom Amtstierarzt beschlagnahmt und der Pfotenhilfe Lochen übergeben. Nun hat er neue Besitzer.
Mitarbeiter der Pfotenhilfe Lochen hatten Anzeige erstattet, als sie im Oktober von der qualvollen Anbindehaltung des kleinen „Maxi“ erfuhren. Laut Tierschutzgesetz ist das verboten.
Besitzer schlug ihn
Ein Amtstierarzt konnte den Malteser beschlagnahmen. Der dreijährige Rüde wurde in die Obhut der Pfotenhilfe übergeben. „Er war sehr schüchtern, zitterte am ganzen Leibe, ließ sich nicht angreifen und versuchte, den stark alkoholisiert wirkenden Halter, der ihn sogar während der Amtshandlung schlug, mit Bissen abzuwehren“, erinnert sich Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe.
Angst vor Männern
Ganz anders dann das Verhalten des weißen Hundes am Tierschutzhof in Lochen. In Sicherheit gebracht, ließ sich der Kleine von Tierpflegerinnen sogar streicheln. „Maxi“ war verwahrlost, nicht kastriert und sein rumänischer Chip nicht registriert. Sein Fell war verfilzt, er hatte Ausschläge und Ekzeme sowie Augen- und Ohrenentzündungen. „Außerdem hat er sich vor Männern gefürchtet“, so Stadler.
Neues Zuhause in Salzburg
„Maxi“ wurde inzwischen gesund gepflegt. Geimpft, entwurmt und kastriert konnte er nun an neue Besitzer vermittelt werden. Am Sonntag durfte ihn sein neues „Frauerl“ aus der Stadt Salzburg mitnehmen. „Er kann nun ein neues, besseres Leben beginnen. Wir wünschen ihm dafür viel Glück“, betont Stadler.
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