Komplett eskaliert ist eine Verkehrskontrolle in Klagenfurt. Warum der Lenker derart auszuckte, dass er mehrmals versuchte, Polizisten niederzufahren, ist völlig unklar.
Als eine Streife der Autobahnpolizei Villach in der Pischeldorfer Straße in Klagenfurt einen weißen Kastenwagen aufgrund rücksichtsloser Fahrweise aufhalten wollte, wussten die Beamten sicher noch nicht, zu welchen Mitteln der Lenker greifen würde, um der Polizei zu entkommen. Vorerst entzog sich der Lenker des Kastenwagens der Polizei, ignorierte mehrmals Anhaltezeichen und setzte seine Flucht mit erhöhter Geschwindigkeit und „besonders rücksichtsloser Fahrweise fort“, schildert die Polizei.
Lenker hinterließ Spur der Verwüstung
Als sich der Fahrer in der Mühlgasse in einer Sackgasse befand, weil ein Stahlgitterkorb die Fahrbahn versperrte, forderten die Beamten den Mann auf, den Motor abzustellen und das Fahrzeug zu öffnen. Auch diese Anweisungen ignorierte er. „Stattdessen betätigte er wiederholt das Gaspedal und fuhr plötzlich mit dem Kastenwagen nach hinten, rammte mit voller Wucht das Zivilfahrzeug der Autobahnpolizei, wodurch dieses an der Front beschädigt wurde“, erzählt ein Polizist. Aber nicht nur das: Die vier Polizisten mussten, um nicht selbst verletzt zu werden, einen Satz zur Seite machen.
Wer einen Beamten während einer Amtshandlung (§ 269 Abs. 3) tätlich angreift, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.
(2)§ 269 Abs. 4 gilt entsprechend.
Nachdem er das Zivilfahrzeug gerammt hatte, legte er erneut den Vorwärtsgang ein und gab Vollgas. „Er rammte dadurch den angebrachten Stahlgitterkorb, der durch die Wucht des Aufpralls zur Seite geschoben wurde und ihm gelang die Flucht über die Mühlgasse in Richtung Grete-Bittner-Straße!“ Aber das sollte noch nicht die gefährlichste Situation im Zuge dieser ungewöhnlichen Fahndung sein.
Plötzlich fuhr er auf den Beamten zu, ohne zu bremsen!
Polizist schildert die Situation
Polizist rettete sich mit Sprung zur Seite
Denn als ein Beamter der Bereitschaftseinheit versucht hat, den Kastenwagen auf einem Radweg anzuhalten, machte dieser keine Anstalten abzubremsen! „Plötzlich fuhr er auf den Beamten zu, ohne zu bremsen!“, schildert ein Polizist die brenzlige Situation. Nur durch einen Sprung auf die Wiese konnte sich der Polizist retten - der aggressive Fahrer raste über die Feschnigstraße Richtung Osten fort. Zu diesem Zeitpunkt verloren die Beamten die Spur.
Das Blatt wendete sich, als der völlig demolierte Kastenwagen von einer Polizeistreife in der Karl-Friedrich-Gauß-Straße gefunden wurde - vom Lenker fehlte allerdings jede Spur. „Im Zuge der Erhebungen konnte der vermeintliche Lenker des Kastenwagens ausgemittelt werden.“ Es handelte sich vermeintlich um einen 27-jährigen Deutschen, der in Klagenfurt wohnhaft ist. Der Mann konnte an seiner Adresse angetroffen werden; er wurde von der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) festgenommen. So endete um 23.30 Uhr eine filmreife Verfolgungsjagd glücklicherweise ohne Verletzte. Beim Deutschen wurde eine mittelgradige Alkoholisierung festgestellt ...
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