Tote und Verletzte
Schwere Angriffe auf russische Stadt Belgorod
Schreckliche Szenen in der südrussischen Stadt Belgorod: Raketen nehmen die Stadt ins Visier, nicht alle können abgefangen wird. Es sind bereits Todesopfer bestätigt - unter ihnen ein kleines Kind. Der Kreml zeigt sich erzürnt und macht die Ukraine für das Blutvergießen verantwortlich.
Belgorod ist unweit der ukrainischen Grenze gelegen und zählt zirka 350.000 Seelen. Sicher fühlen sich hier viele nicht mehr - denn seit dem russischen Überfall auf die Ukraine, der sich bald zum zweiten Mal jährt, kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen.
Diesmal passierte das Unglück am helllichten Tag. Am Donnerstag gegen 12:30 Uhr Ortszeit seien Raketen über dem Gebiet abgefeuert worden, informiert das russische Verteidigungssystem. Moskau vermutet, dass die Ukraine hinter den Angriffen steckt.
Hier schlägt ein Geschoß in das Einkaufszentrum ein:
Einige Geschosse hätte man abfangen können. Sieben Privathäuser und fünf Mehrfamilienhäuser hätten Schäden durch die Anschläge davongetragen, kommentiert der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, die traurige Lage. Auch ein Einkaufszentrum sei schwer beschädigt worden.
Bilanz: 5 Tote, 18 Verletzte
Mindestens fünf Menschen seien durch den Angriff ums Leben gekommen, darunter ein Kind, macht Gladkow öffentlich. Laut der Ausgabe „Bel.ru“ dürfte es gerade von seiner Mutter mit einem Wagerl spazieren geführt worden sein. Auch die Frau hat den Angaben zufolge den Beschuss nicht überlebt. 18 Menschen sollen den Angaben nach verletzt sein, darunter fünf Kinder.
Nicht lange ließ der Kreml mit heftigen Reaktionen auf sich warten. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, versicherte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls.
Bewohner fühlen sich im Stich gelassen
Zum bislang heftigsten Anschlag auf Belgorod war es am 30. Dezember des vergangenen Jahres gekommen. Auf einen massiven russischen Raketenangriff auf die Ukraine folgte ein gewaltiger Beschuss der Stadt. 25 Menschen kamen ums Leben und mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Immer wieder sind kritische Stimmen von Bewohnern zu hören: Sie fühlten sich nicht sicher und der Staat würde zu wenig für das Wohl seiner Bürger unternehmen, so die verzweifelten Botschaften.







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