Einbruchsschutz

So schiebst du Einbrechern einen Riegel vor

Wohnkrone News
22.06.2012 11:15
Sicherheitsexperten sind sich einig: Bei allen Maßnahmen zur wirksamen Sicherung der eigenen vier Wände nimmt der mechanische Einbruchsschutz die oberste Stelle ein. Denn Panzerriegel, spezielle Gitterrostsicherungen und Co. schrecken mögliche Langfinger gleich in mehrfacher Hinsicht ab.

Eine der beliebtesten Einstiegsstellen bei Wohnungen ist die Eingangstüre. Gut gesichert mit einem Panzerriegelschloss macht sie – gute Qualität und fachmännischer Einbau vorausgesetzt – das rasche Aufbrechen der Türe so gut wie unmöglich. Selbst legale Öffnungsversuche durch Handwerks-Profis, wie z.B. bei verlorenem Schlüssel, erweisen sich als äußerst mühsam: Bis zu eine Stunde kann das Aufbohren dauern. Im Gegensatz zu elektronischen Abwehrmaßnahmen, wie etwa Alarmanlagen, üben diese Sicherungen daher eine direkte und unmittelbare Schutzwirkung für das Objekt aus. 

Darüber hinaus sind derartige hochwertige mechanische Sicherungen für so gut wie alle potentiellen Täter – auch für die sogenannten Gelegenheitstäter – schon von außen, bei der ersten "Besichtigung" des Objekts, leicht zu erkennen und signalisieren einen deutlich erhöhten Zeitaufwand für den geplanten Einbruch. Da viele Täter in erster Linie auf die günstige Gelegenheit und daher auf ein möglichst rasches Eindringen abstellen, werden solche Objekte meist zugunsten ungesicherter Häuser und Wohnungen außer Acht gelassen.

Die möglichen Schwachstellen für Haus und Wohnung
"Haus oder auch Wohnung haben so viele Schwachstellen, wie es Öffnungen gibt", lautet eine der obersten Grundregel von Sicherheits-Experten. Bei Häusern wird in erster Linie über Fenster und Terrassen im Parterre, bei Wohnungen über die Eingangstüren eingebrochen. 

Tipp: Trotz dieser Erfahrungswerte sollte man jedoch beim Haus auch auf die Sicherung der ersten Etage und auf die des Kellers (!) nicht vergessen.

Abus ist eines der international führenden Unternehmen in Sachen mechanischer und elektronischer Sicherung und hat einen umfassenden Leitfaden für professionelle Sicherungen der eigenen vier Wände erstellt. Nachfolgend die wichtigsten Tipps der Sicherheits-Profis.

Eingangstüren
Gerade die Eingangstür bietet Tätern viele Möglichkeiten: Von außen verschraubte Beschläge lassen sich entfernen. Zylinder werden ausgebohrt, abgedreht oder einfach aus dem Schloss gezogen. Überstehende Schließzylinder lassen sich abbrechen. Mit einfachsten Werkzeugen, wie z.B. einem Schraubenzieher, kann die Tür aufgehebelt werden.

Hochwertige Schließzylinder in Kombination mit einem von innen (!) verschraubten Schutzbeschlag bietet schon einmal eine brauchbare Sicherung. Die ideale Lösung ist allerdings der Einbau eines Panzerriegelschlosses. Ein derartiges Schloss sichert die Tür über die gesamte Breite und bietet daher den bestmöglichen Schutz.

Wichtig: Auf Qualität und einen professionellen Einbau achten!

Bevor man sich jedoch für eine derartige Sicherung entscheidet, sollte die Tür genauer unter die Lupe genommen werden. In vielen Wohnanlagen finden sich Türen, die selbst mit nachträglichen Sicherungen kaum Schutz bieten können. Hier hilft dann wirklich nur noch der Einbau einer neuen (Sicherheits-)Tür.

Design-Tipp: Panzerriegel gibt es heute in vielen unterschiedlichen Designs und auch Farbtönen.

Fenster und Fenstertüren
Viele, auch hochwertige Fenstersysteme, stellen selbst für ungeübte Täter kein wirkliches Hindernis dar. Ob gekippt oder geschlossen – binnen weniger Sekunden sind sie geöffnet.

Achtung: Bei Kunststofffenstern kann es passieren, dass aufgrund des Materials (besonders bei nachfolgender starker Sonneneinstrahlung) kaum Einbruchsspuren zu finden sind, da sich der Kunststoff aufgrund der Wärmeeinstrahlung wieder ausgedehnt hat. Das kann u.U. zu Problemen mit der Versicherung führen.

Fenster können nachträglich mit mechanischen Sicherungen sowohl auf der Schließ- wie auch auf der Scharnierseite gesichert werden. Zu diesem Zweck stehen je nach persönlicher Bedarfssituation mehrere Produkte zur Auswahl: z.B. Zahlenschloss, Fenstergriffschloss, Teleskopstange oder Fensterstangenschloss mit Mehrfachverriegelung. 

Tipp: Relativ neu sind Fenstersicherungssysteme, die Fenster und Terrassentüren sowohl im geschlossenen als auch im gekippten Zustand mit nur einem Handgriff wirksam sichern.

Keller- und Nebeneingangstüren
Meist sind diese Türen schlecht einsehbar, weil es sich eben "nur" um einen Nebeneingang handelt oder weil die Kellertür im Treppenabgang unbeleuchtet ist. Dies macht sie für die Einbrecher so beliebt: In aller Ruhe, ohne Störungen zu befürchten, können sie hier das Einsteigen vorbereiten. Nicht selten auch in der Nacht und sogar, wenn die Bewohner zuhause sind.

Grundsätzlich gilt für diese Türen Ähnliches wie für die Eingangstüren. Für Kellertüren empfehlen sich jedoch spezielle Panzerriegel, die so konzipiert sind, dass sie ausschließlich von innen verriegelt werden. 

Tipp: Kellerschächte durch spezielle Gitterrostsicherungen schützen! So verhindert man, dass sich Kellerschachtabdeckungen abheben lassen. 

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