Mit Gefängnis bezahlten vier Burschen in Steyr ein Geschenk für einen Freund. Statt es zu kaufen, raubten sie es mit Waffengewalt und wurden dafür jetzt auch schuldig gesprochen. Ein Bursch hatte ignoriert, dass sein Geburtstag weitreichende Folgen hatte. Doch einen Tag nach der Verurteilung durften sie ihre Zellen verlassen.
Sie überfielen einen 21-Jährigen in Steyr, um den Wunsch eines Freundes nach einem Handy zu erfüllen. Vier Burschen (17, 18) kauften extra eine Glock-Signalpistole und hatten auch ein Butterfly-Messer dabei. Sie erbeuteten das gewünschte Smartphone und nahmen dem Opfer auch noch eine Smartwatch ab. Doch weil der Überfallene einen Täter kannte, war der Coup vom Dezember des Vorjahres rasch geklärt.
Zwei Tage waren entscheidend
Das Quartett wanderte in U-Haft, eine Begleiterin, die alles filmen hätte sollen, blieb bis zum Prozess wegen schweren Raubes am Landesgericht Steyr frei. Weil einer der Burschen zwei Tage vor dem Überfall 18 Jahre alt geworden war, drohten ihm statt 7,5 Jahren bis zu 15 Jahre Haft - er galt nämlich nicht mehr als Jugendlicher, sondern als junger Erwachsener. Ein Komplize, der in Haft 18 wurde, stand noch als Jugendlicher mit halber Höchststrafe vor der Richterin.
Schuldspruch ohne Strafe
Die Räuber wurden zu teilbedingten Haftstrafen zwischen zehn Monaten (zwei scharf) und 24 Monaten (vier unbedingt) verurteilt. Am Tag nach dem Urteil gingen sie wegen der abgesessenen und angerechneten Untersuchungshaft beziehungsweise gewährter bedingter Entlassungen heim. Das Mädchen (16) bekam einen Schuldspruch, allerdings ohne Strafe. Diese könnte sie ausfassen, falls sie nochmal einen Blödsinn macht.
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