Villacher in Haft

Dealer „verpfiff“ seine Lieferanten bei Polizei

Kärnten
12.02.2024 17:00

Seine Drogenlieferanten hat ein Villacher der Polizei ausgeliefert - bis die Kuriere den Spieß umdrehten und den 24-Jährigen selbst auflaufen lassen wollten.

Es ist eine verworrene Geschichte, welche die Beamten des Villacher Kriminalreferates in Suchtgiftkreisen zu lösen haben. Ursprung nimmt sie bei einem Villacher (24). Der Beschäftigunglose hatte seit November des Vorjahres immer wieder bei verschiedenen Kurieren Heroin und Kokain zur Einfuhr bestellt. Um mit seinen Lieferanten in Kontakt zu treten, hat er eine verschlüsselte Nachrichtenapp verwendet. So auch am Dreikönigstag, als er bei einem Slowenen (24) exakt 213,46 Gramm Heroin sowie 65,18 Gramm Kokain bei zur Einfuhr „bestellte“. Über das Handy wurde ein Treffpunkt ausgemacht. Anstatt des Kunden wurde der Slowene allerdings von der Polizei gefasst. Der Villacher hatte sich kurz vor der Übergabe aus dem Staub gemacht und seinen Lieferanten mittels Anruf bei der Polizei „verpfiffen“.

Lieferanten blufften
Die gleiche Nummer versuchte er nochmals vor etwa einem Monat. Wieder kontaktierte der Beschäftigungslose Lieferanten in Slowenien, bestellte 200 Gramm Heroin und 80 Gramm Kokain und „verpfiff“ sie erneut bei der Polizei. Allerdings dürften die Slowenen (40 und 29)  bereits gewusst haben, dass dem Villacher nicht zu trauen ist und sie hatten ihrerseits „Fake“-Pakete, die tatsächlichen Drogenpaketen glichen, angefertigt. Sie wollten dem Villacher die Pakete unterjubeln und mit dem Geld flüchten. „Der Grund, warum der 24-Jährige seine Lieferanten angeschwärzt hat, ist uns derzeit nicht bekannt“, heißt es seitens der Polizei Villach. So könnten diese Bestellungen und Anrufe bei der Exekutive auch als Ablenkungsmanöver für größere Deals gewesen sein. 

Suchtgiftverkäufe nachgewiesen
Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Villacher - er soll über Drogenkontakte im In- und Ausland verfügen - der Verkauf von Heroin und Kokain an vier Abnehmer nachgewiesen werden. Der Beschäftigungslose wurde in die Justizanstalt Klagenfurt überstellt. Die beiden Slowenen wurden auf freiem Fuß angezeigt.

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