"Die abschreckende Wirkung dieser Kamera ist viel höher als bei anderen Überwachungssystemen. Fühlt sich ein Täter in seinem Vorsatz ertappt, dann ist die Chance eines Abbruchs und der Flucht hoch", erklärt Martin Kalchhauser, Geschäftsführer von G4S Security Systems. Das bestätigt auch Psychoanalytikerin und Gewaltforscherin Rotraud Perner: "Wenn der Täter angesprochen wird, ist die übliche Reaktion Fluchtverhalten."
"Der Tonfall kann schon etwas harscher werden"
Und so funktioniert das sprechende Überwachungssystem: Die Notrufzentrale der Sicherheitsfirma ist 24 Stunden besetzt. Über die Kameras können sich Mitarbeiter rasch ein Bild des Tatortes machen und über Lautsprecher sofort in Kontakt mit dem Eindringling treten. "Man lässt den Täter deutlich spüren, dass er erwischt worden ist. Da kann der Tonfall schon etwas harscher werden", schildert Kalchhauser. Gleichzeitig entsendet der diensthabende Mitarbeiter die Polizei zum betreffenden Tatort.
Die Entwickler des sogenannten Full-Protection-Systems erhoffen sich, dass Kriminelle durch diese Form der Überwachung von klassischen Vandalismuszielen wie etwa Spielplätzen, Öffi-Haltestellen oder Tiefgaragen ablassen. Besonders junge Randalierer sollen nach der strengen Ermahnung über Lautsprecher erkennen, dass ihr Vorhaben, etwas zu zerstören, keine gute Idee ist.
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