Die Truppe von Patrekur Johannesson hatte in der mit fast 7.000 Zuschauern bestens gefüllten Boris-Trajkovski-Arena freilich schon in der ersten Hälfte durchaus die Chance auf ein besseres Resultat. Während die Hausherren aber zu vielen "einfachen" Toren kamen, machte sich Rot-Weiß-Rot mit Fehlwürfen und technischen Fehlern das Leben schwer. Nach 17 Minuten lag man bereits mit 4:10 im Rückstand, vergab nach einem Unterzahl-Tor von Roland Schlinger aber zwei Chancen in Folge, auf 7:10 zu verkürzen.
Schon Ende der ersten Hälfte kam Österreich - auch durch den Wechsel des äußerst stark agierenden Bauer für Nikola Marinovic im Tor - besser ins Spiel. Raul Santos, zu Beginn noch glücklos, verkürzte kurz vor der Pause auf 10:16 und traf auch in den Minuten nach dem Wechsel mehrmals - so zum 13:18 und 14:19 (39.). Doch am Rückstand änderte sich nicht viel. Zwar arbeitete Österreichs Defensive besser, konnte aus den so erzielten Ballgewinnen aber zu oft kein Kapital schlagen.
Zu viele Unsicherheiten bei den Österreichern
Schuld daran war jedenfalls nicht eine fünfminütige Unterbrechung wegen Zeitnehmungsproblemen. Zu viele Unsicherheiten leisteten sich die Österreicher, zu sicher stand zudem die Abwehr Mazedoniens um den in diesem Spiel eher blassen Star und Champions-League-Finalist Kiril Lazarov. Die Gastgeber setzten sich wieder auf 22:14 (48.) ab, Österreich blieb hingegen zehn Minuten ohne Tor - ehe Konrad Wilczynski per Siebenmeter auf 15:22 stellte (49.).
Es sollte eines von drei rot-weiß-roten Toren in Folge sein, beim Stand von 17:22 in der 52. Minute schöpfte man gegen die in dieser Phase keineswegs mehr souverän agierenden Mazedonier noch einmal Hoffnung. Zwar vergab Österreich in der Folge zwei Angriffe, kam aber wieder auf vier Treffer heran (19:23/55.).
Aufregung wegen Feuerzeugwurf
Drei Minuten vor dem Ende musste die ÖHB-Auswahl dann noch eine brenzlige Phase überstehen, als ein Feuerzeug auf den in Hochform agierenden Bauer geworfen worden war. Als dieser das Beweisstück dem Schiedsrichter bringen wollte, wurde er von Mazedoniens Tormann Ristovski attackiert. Beim daraus resultierenden Handgemenge konnte aber Ärgeres verhindert werden. Österreich ließ sich dadurch nicht aus der Bahn werfen. Zwar ging Mazedonien wieder mit 26:19 in Front, Schlinger konnte mit der Schlusssirene aber noch auf 21:26 stellen.
"Unsere Deckung war gut, dafür hatten wir Probleme im Angriff. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, aber das gesamte Team hat gut gekämpft", meinte Johannesson. "Unsere Chancen in einer vollen Halle in einer Woche sind intakt." Auch Kapitän Szilagyi ärgerte sich über "zu viele einfache Fehler und einfache Gegenstoßtore. Die Ausgangsposition mit minus fünf ist nicht optimal, aber auch nicht aussichtslos".
Das Rückspiel am kommenden Samstag in Wien im Sportzentrum Kagran statt. Der Sieger für die WM qualifiziert, die von 11. bis 27. Jänner 2013 in Spanien ausgetragen wird.
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