Wenn Österreichs Hallenhockey-Herren am Donnerstag mit dem Gruppenspiel gegen Kroatien in die EM im belgischen Leuven starten, tun sie das als regierende Welt- und Europameister. Erstmals seit zwei Jahrzehnten tun sie das aber ohne den erfolgreichsten Hallenhockey-Spieler der Welt, Rekordtorschütze Michael Körper.
„Ich traue den Burschen alles zu. Zumindest das Halbfinale, das berechtigt zur Teilnahme an der WM. Aber auch die EM-Titelverteidigung ist möglich“, ist Michael Körper überzeugt, dass Österreichs Hallenhockey-Herren auch ohne ihn bei der EM in Belgien bestehen können. Der 37-Jährige beendete im Sommer als amtierender Welt- und Europameister seine unfassbar erfolgreiche Team-Karriere.
Der gebürtige Wiener lebt und arbeitet in Hamburg, wo er „zumindest bis zum Sommer“ auch noch in der deutschen Liga spielen wird. „Aber irgendwann ist auch da der Punkt erreicht, wo es körperlich und mental nicht mehr geht.“ 2002 gab er sein Debüt für das „Red Capricorns“ genannte Nationalteam. Nach 273 Spielen war im Sommer 2023 Schluss.
Niemand hat mehr Medaillen als Michael Körper
Mehr als 300 Tore erzielte Michael für Österreich. Wie viele genau, das lässt sich aufgrund fehlender Schützenlisten aus rund 30 Spielen nicht mehr nachprüfen. Mit 12 Medaillen bei Großereignissen ist Körper in jedem Fall der erfolgreichste Hallenhockey-Spieler der Welt. Nun ist er zum ersten Mal als Zuschauer vor dem Bildschirm mit dabei: „Ich werde ganz viel schreien, aber auch schimpfen, wenn mir etwas nicht passt“, zwinkert er, „und hoffentlich ganz viel jubeln!“
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Obwohl Österreich als Titelverteidiger in das Turnier geht, „sind wir noch immer eine kleine Hockey-Nation“, weiß nicht nur Körper, dass Länder wie Deutschland, Gastgeber Belgien, aber auch die Niederlande oder Spanien ein weitaus größeres Potenzial haben. Österreich hat sich mit herausragenden Leistungen in den letzten Jahren aber einen Namen gemacht. Nun gilt es, auch in der Rolle des Gejagten zu bestehen.
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