Der unabhängige Lehrergewerkschafter Bernd Kniefacz von der ÖLI-UG lässt im Interview auf krone.tv hinter die schulischen Kulissen blicken: „Ja, es fehlen uns Lehrkräfte. Quereinsteiger sollten nach den zahlreichen Kündigungen im letzten Jahr diese Lücken füllen, haben aber den Job unterschätzt.
Denn die Lehrtätigkeit ist eine Vollzeitbeschäftigung und nicht einfach so nebenbei zu machen. Viele kündigen wieder, weil sie nicht vorbereitet sind und die Tätigkeit vorher nicht ausprobieren konnten.“ Es fehle an Supervision, Schutz vor Burnout und Nervenzusammenbruch. Kniefacz: „Wir brauchen viel mehr Support, Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer im emotional-sozialen Bereich. Und wir müssen uns generell fragen: Wofür bilden wir denn überhaupt aus? Was ist das Ziel unseres Bildungssystems?“
Baustellen gäbe es im Bildungssystem zahlreiche: Etwa, dass trotz vieler Ansteckungen im Schulbereich die Entlüftungssysteme in den Klassenzimmern noch immer nicht verbessert worden sind. Kniefacz: „Da ist nichts passiert.“ Und es fehle definitiv an administrativem Personal. Es würde zu viel Bürokratie und Papierkram anfallen.
Werkzeuge für Künstliche Intelligenz würden im Unterricht teilweise eingesetzt werden, das Handy werde von Schülerinnen und Schülern aber nach wie vor häufig nicht vernünftig verwendet. Kniefacz: „Wir müssen Schülerinnen und Schülern den vernünftigen Umgang mit KI und Handy beibringen und lehren. Das ist auch für deren berufliche Zukunft notwendig.“
Das ganze Interview sehen sie oben im Video.
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