Land setzt neue Maßnahmen, um Stauflüchtlinge im Raum Bludenz zu verhindern. Pilotprojekt an vier Februar-Samstagen soll beste Dauerlösung anzeigen.
Seit Jahren leiden die Gemeinden entlang der Schnellstraße S16 unter einer enormen Verkehrsbelastung im Winter. Wochenende für Wochenende wälzt sich eine Blechlawine über die S16. Weil es dort dann häufig staut, weichen viele über die Ortschaften aus. Zwar gab es schon bislang Versuche, den Ausweichverkehr einzudämmen - allerdings bisher vergeblich. Nun wird ein neuer Versuch gestartet: An vier Wochenenden im Februar werden die Maßnahmen - getroffen von Land, Asfinag und Gemeinden - getestet. Die Verantwortlichen erwarten sich von dem Vorgehen, Erkenntnisse für eine Dauerlösung zu gewinnen.
Wie sehen die Maßnahmen nun ganz konkret aus? Analysen haben gezeigt, dass an starken Reisetagen aufgrund der vielen Auf- und Abfahrten im Bereich der S16 die Leistungsfähigkeit auf der Schnellstraße zeitweise auf die Hälfte des möglichen Werts einbricht. Um die volle Straßenkapazität auszunutzen, werden daher einige Auf- und Abfahrten gesperrt (am 3. und 10. Februar).
Sperre und Fahrverbote
Am 17. und 24. Februar werden zusätzlich zur Sperre der Einfahrts- und Ausfahrtsrampen Fahrverbote „ausgenommen Zielverkehr Bezirk Bludenz“ erlassen, die von Aufsichtsorganen kontrolliert werden sollen. Die Wirkung der Maßnahmen wird durch Beobachtungen vor Ort, durch Webcams, Verkehrszählungen und Auswertungen der Zählstellendaten evaluiert. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen gelte es anschließend dauerhafte Maßnahmen zu entwickeln. Die Maßnahmen werden allerdings nur bei guter Witterung gesetzt.
Auch Tiroler Gemeinden kämpfen gegen Ausweichverkehr, dort wurden bereits vor Jahren ähnliche Maßnahmen gesetzt.
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