10.05.2012 15:51 |

US-Schockkampagne

So richtet die Droge Crystal Meth ihre Konsumenten zu

Mit einer Schocktherapie zieht ein Deputy-Sheriff aus den USA in den Kampf gegen die Drogen. Bret King aus Multnomah County zeigt an Schulen Bilder von Crystal-Meth-Abhängigen, die im Abstand von mehreren Monaten fotografiert wurden. Das Vorgehen verfehlt seine Wirkung nicht. Denn der körperliche Zerfall ist dramatisch.
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Drei Mal so stark und fünf Mal so lang wie bei Kokain ist der Rausch, den Crystal Meth hervorruft. Die Droge ist billig, leicht herzustellen und macht rasend schnell abhängig. 1,5 Millionen US-Amerikaner sind dem Suchtgift verfallen.

20 Milliarden Dollar beträgt allein der wirtschaftliche Schaden, der jährlich durch Meth verursacht wird. Doch noch viel gravierender sind die sozialen und körperlichen Folgen. Oft trifft die Sucht Menschen aus dem gutbürgerlichen Spektrum, viele von ihnen haben Kinder. Die Konsumenten werden hochgradig aggressiv und narzisstisch. Viele rutschen in die Beschaffungskriminalität ab. Hinzu kommen Schlaf- und Herzrhythmusstörungen sowie Wahnvorstellungen. Als sichtbare Folgen des Konsums treten Entzündungen im Gesicht, Haarausfall und zerstörte Zähne auf.

Vorher/Nachher-Vergleich schockt Schüler
Deputy Sheriff Bret King aus Multnomah County wollte sich das Elend auf seinen Straßen nicht länger anschauen. Deswegen entwickelte er eine besondere Strategie, um Schüler vom Meth-Konsum abzuhalten. "Wir haben unsere Polizeifoto-Kartei durchforstet, um zu sehen, welche Süchtigen wir bereits mehrmals aufgegriffen haben. Die Bilder von diesen Personen haben wir dann nebeneinander gestellt, damit man den körperlichen Verfall sieht, der binnen Monaten eintritt", so King.

Jeden seiner Vorträge an Schulen beginnt King mit den gleichen Worten: "Ich danke den Männern und Frauen, die euch durch die Fotos an ihren Erfahrungen mit Crystal Meth teilhaben lassen. Auf diese Weise wisst ihr, dass ihr das Zeug nie selbst ausprobieren müsst. Ich habe mit all diesen Leuten gesprochen, als sie im Gefängnis saßen, und hoffe, dass ich euch dort niemals sehen werde."

"Ich fand heraus, dass mein Vater abhängig ist"
Die Schüler sind von der Schocktherapie begeistert. "Viele Anti-Drogen-Vorträge wirken stark übertrieben. Aber hier sprechen die Bilder für sich. Anstatt uns zu belehren, hat er unschlagbare Fakten präsentiert", so ein Schüler in einem Dankesschreiben. Aber auch traurige Rückmeldungen erreichen King: "Diese Leute haben mich an meinen Vater erinnert. Kürzlich habe ich herausgefunden, dass auch er Meth nimmt. Er hat damit nicht nur sein Leben zerstört, sondern auch unsere Familie."

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