Mo, 25. Juni 2018

WWII-Shooter

21.06.2005 13:19

Medal of Honor: European Assault

Das letzte Abenteuer der Medal of Honor Serie „Rising Sun“ aus dem Hause Electronic Arts haben die zahlreichen Fans sicher schon mehrfach gemeistert und warten sehnsüchtigst auf Nachschub. Das Warten hat mit European Assault ein Ende.

Wieder sind die Schlachtfelder des Zweiten Weltkriegs die Schauplätze des Spiels. Als Spezialagent der OSS kämpft man sich durch die verschiedensten Schauplätze vom Häuserkampf in der Normandie, über heftige Gefechte in Nordafrika bis hin zu Einsätzen im bitterkalten Russland.

Wie schon gewohnt versuchen die Entwickler die beklemmende Atmosphäre der damaligen Zeit möglichst hautnah dem Spieler zu vermitteln. Befehle werden wild durcheinandergebrüllt, Kugeln zischen einem um die Ohren, Granaten schlagen in näherer Umgebung ein, die einem Sicht und Orientierung rauben, Kameraden sinken tödlich getroffen zu Boden, immer wieder behindert Rauch die Sicht und gewaltige Explosionen erschüttern den Kampfschauplatz.

So einer Situation möchte man natürlich schnell entkommen, aber ein unvorsichtiger Sturmlauf wie John Rambo hat immer ein jähes Ende zur Folge. Die Chancen lebend die Mission zu bestehen erhöhen sich wesentlich, wenn man jede Deckung geschickt ausnützt, die Gegner anvisiert und erst dann im Laufschritt ein wenig vorrückt.

Beim Zielen hilft das sehr gut gelungene Zielsystem, welches durch die Schultertaste aktiviert wird und es erlaubt hinter seiner Deckung hervorzulugen und so gezielt die Gegner bekämpfen zu können. Diese entpuppen sich dabei nicht als reines Kanonenfutter sondern versuchen ihrerseits hinten jeder sich bietenden Möglichkeit Schutz zu finden, wechseln ihre Stellungen oder verfolgen einen sogar.

Daneben besteht in einigen Missionen die Gelegenheit drei Kameraden zu befehligen, die euch bei der Erfüllung der Aufgaben zur Seite stehen sollen. Leider ist dieser Teil noch nicht wirklich so gut gelungen, da die KI hier teilweise doch zu wünschen übrig lässt. Inspiriert dürften die Entwickler dabei von „Brothers in Arms“ gewesen sein.

Die einzelnen Missionen versprechen viel Abwechslung und sorgen durchwegs für Spielspass, denn neben den Hauptzielen tauchen während der Absolvierung immer wieder zusätzliche Ziele auf, die es lohnt zu erfüllen, da diese Aufwände etwa mit besseren Waffen belohnt werden.

Die recht zahlreich platzierten Medikits sorgen dafür, dass trotz des recht hoch angesetzten Schwierigkeitsgrades nicht sofort ein Game Over erscheint. Extra Leben, welche hier Wiederbelebung getauft wurden, gibt es mitunter für die erfolgreiche Absolvierung von Missionszielen, dafür sind nun keine Checkpoints mehr im Spiel enthalten.

Atmosphärisch präsentiert sich European Assault wie schon eingangs erwähnt von seiner besten Seite. Die technische Umsetzung sorgt auch im Soundeffektbereich und bei der musikalischen Untermalung für viel Freude. Die grafische Umsetzung kann ebenfalls als sehr gelungen bezeichnet werden, wobei mitunter die Texturen ruhig ein wenig besser aussehen hätten können, allerdings sind Verbesserungen zum Vorgänger zu erkennen.

Ein Online-Modus wurde European Assault leider nicht spendiert, wodurch sich Mutliplayer-Freunde mit einer eher unzeitgemäßen Spiltscreen-Variante begnügen müssen.

Fazit: Medal of Honor European Assault ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Serie und sorgt für jede Menge Spielspass. Fans der Serie können bedenkenlos zugreifen, aber auch alle anderen, die WWII basierende Shooter mögen, werden einen Kauf nicht bereuen. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist das nicht sehr gut umgesetzte Teamfeature.

Wertung: 89%
Hersteller: EA
Plattformen: PS2, Xbox, Gamecube

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