Es war ein wildes Jahr für die Ärzte ohne Grenzen und Weihnachtspause gibt es schon gar keine. Die Kärntnerin Barbara Trattnig erlebt das neue Jahr helfend in Afghanistan.
Viele Krisen, viel Arbeit. Die Ärzte ohne Grenzen konnten sich 2023 über die „Auftragslage“ nicht beklagen. In 75 Ländern waren im abgelaufenen Jahr 68.000 Mitarbeiter aus 160 Nationen im Einsatz. Sei es, um Kriegsopfer in der Ukraine oder Cholerakranke im Libanon zu versorgen. Rund 50 Prozent der „Ärzte“ sind übrigens nichtmedizinisches Personal wie Psychologen oder Logistiker. Barbara Trattnig gehört zum medizinischen Personal, ist eine der 36 Österreicher, die aktuell die Feiertage im Einsatz verbringen.
Die Maria Saalerin stieg 2016 als Krankenschwester bei Ärzte ohne Grenzen ein, eine Idee, die der 40-Jährigen schon als Kind kam. Seither war sie im Irak, in Venezuela, im Jemen, im Kongo, in Zentralafrika, in Äthopien und im Sudan. Neujahr erlebt sie nun in Afghanistan. In einem Krankenhaus - der genaue Ort bleibt aus Sicherheitsgründen geheim - packt sie nicht nur bei Patienten mit an, sondern versucht auch den operativen Ablauf im Spital so gut es geht zu regeln.
Der Einsatz läuft seit September, mit dem Heimaturlaub könnte es bis Februar dauern. Den sehnt sie weniger herbei als den nächsten Einsatz. „Ich stecke mein ganzes Herzblut rein, wenn ich zu Hause bin, will ich schon wieder dorthin, wo es am meisten gebraucht wird“, erzählt die Helferin aus Leidenschaft.
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