Fr, 17. August 2018

Skandal in den USA

03.05.2012 13:19

Student fünf Tage in Gefängniszelle vergessen

In den USA wurde ein Student fünf Tage lang in einer Gefängniszelle vergessen. Aus Mangel an Essen und Trinken habe er entschieden, seinen eigenen Urin zu trinken, berichtete der 23-jährige Daniel Chong am Mittwoch gegenüber dem TV-Sender NBC. "Ich musste tun, was ich tun musste, um zu überleben. Am dritten Tag bekam ich Halluzinationen. Ich bin wahnsinnig geworden", so Chong. Nun fordert er 20 Millionen Dollar Schmerzensgeld.

"Ich habe nicht gedacht, dass ich da jemals wieder rauskomme. Die Wärter kamen nicht zurück und ignorierten alle meine Schreie", so Chong, der nach eigenen Angaben in der Haft sieben Kilo abnahm. Er habe sterben wollen und mit dem zerbrochenen Glas seiner Brille "Sorry Mum" in seinen Arm geritzt, erzählte Chong. In seiner Kehle fanden Mediziner Glassplitter, die der Student geschluckt hatte.

In der Zelle habe er zudem weißes Pulver gefunden und zu sich genommen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um das Suchtgift Metamphetamin.

Drei Tage auf Intensivstation
Als man ihn nach fünf Tagen endlich entdeckte, wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort verbrachte Chong drei Tage auf der Intensivstation, da seine Nieren zu versagen drohten. Nun ist er zwar wieder auf den Beinen, doch sein Leben hat sich komplett geändert. Er weiß nicht einmal mehr, ob er sein Studium fortsetzen wird - die Zwischenprüfungen hat er jedenfalls verpasst.

Laut NBC klagt der Student wegen der erlittenen Qualen nun auf Schmerzensgeld in Höhe von 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro).

Bei Drogenrazzia festgenommen
Der 25-Jährige war vor zwei Wochen bei einer Razzia der Drogenbekämpfungsbehörde zusammen mit acht weiteren Verdächtigen festgenommen worden. Da Waffen, Munition und Drogen gefunden wurden, mussten alle Anwesenden mitkommen. Nach einem Verhör wurde Chong zugesichert, dass er wieder entlassen werde, doch stattdessen wurde er in der Zelle vergessen. Die anderen sieben Verdächtigten wurden in eine Haftanstalt überführt, einer wurde später freigelassen.

Die Drogenbekämpfungsbehörde hat sich bei Chong entschuldigt und umfassende Untersuchungen angekündigt.

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