Kriminelle schlagen speziell in der oft hektischen Adventzeit zu und sorgen im Handel für Schäden in Millionenhöhe. Auch in Tirol nehmen die Coups nach der Pandemie wieder zu.
Während in Kaufhäusern Weihnachtsklassiker wie „Last Christmas“ in Dauerschleife dudeln und manche Christkindln noch den letzten Geschenken hinterherjagen, treiben auch sie vermehrt ihr Unwesen: Ladendiebe! Laut dem Handelsverband machten im Vorjahr nicht weniger als 82 Prozent der heimischen Geschäfte Erfahrung mit Langfingern – 40 Prozent davon sogar mehrfach.
1274 Diebstahlsanzeigen in einem Jahr
Rund um das Fest der Liebe schlagen die Gauner besonders gerne zu. „Das Gedränge und teilweise nicht einsehbare Geschäftsflächen werden dann genützt, um Diebesgut unter der Kleidung oder in Taschen verschwinden zu lassen“, weiß man bei der Tiroler Polizei, die im Vorjahr 1274 Diebstahlsanzeigen aufnehmen musste. „Nachdem die Zahl Pandemie-bedingt zurückging, liegt sie nun wieder auf Vor-Corona-Niveau“, betont die Exekutive. Hinzu kommt die Dunkelziffer...
Langfinger bringen Arbeitsplätze in Gefahr
Was Ladendiebstähle anrichten, zeigt speziell die Schadenssumme. Demnach gehen dem Handel österreichweit insgesamt rund 500 Millionen Euro jährlich flöten, sie sind somit sogar eine Gefahr für Arbeitsplätze und Ursachen für Pleiten.
Geldtaschen von Kunden gestohlen
Doch nicht nur Geschäfte werden im Weihnachtstrubel bestohlen, sondern oft auch ihre Kunden. So wurde am Montag in einem Einkaufsmarkt in Zell am Ziller einer 61-Jährigen die Geldtasche samt diverser Schlüsseln gestibitzt. „Bereits am Samstag wurde eine 89-Jährige in Brixen im Thale Opfer von Taschendieben“, heißt es seitens der Polizei.
Übrigens: Zeugen haben das Recht, Verdächtige bis zum Eintreffen der Beamten mit angemessener Gewalt festzuhalten.
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