Ein Slowake wollte in der Burg Deutschlandsberg Schmuck stehlen. Der Prozess endete mit vier Jahren Haft, doch das Urteil wurde aufgehoben - jetzt wurde noch einmal neu verhandelt.
Weil beim ersten Prozess ein Urteilsfehler passierte, hat der OGH den Prozess zurück an den Start geschickt. Am Montag musste also neu verhandelt werden. Es ging um spätkeltischen Hals- und Armschmuck aus dem Museum der Burg Deutschlandsberg im Wert von knapp 100.000 Euro. Der mehrfach vorbestrafte 46-jährige Hüne aus der Slowakei schlug eine Vitrine ein und stahl das Gold.
Als sich der Kurator und der 77-jährige Justiziar („Meine letzte Rauferei war in der Unterstufe“) ihm in den Weg stellten, soll der Slowake sie attackiert haben. Das bestreitet dieser. Er habe nur „aus der Situation weggewollt“. Sie hätten gerangelt, dass er den Schmuck eingesteckt hatte, hätte er vergessen.
„Es war eine Kurzschlussaktion“, beharrt er. Er habe kurz davor erfahren, dass seinem Sohn eine lebensbedrohliche OP bevorstehe.
Geplant will der Mann die Tat nicht haben, er war betrunken. Dass er sich genau die einzige Vitrine ohne Panzerglas aussuchte – wohl ein Zufall.
Da der Kurator erkrankt war, wurde vertagt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.