Immer mehr Wiener sind auf Sozialmärkte angewiesen, doch die Spenden sind zurückgegangen. Süßes gibt es gar nicht mehr.
Gerade vor Weihnachten ist in den Sozialmärkten wieder einiges los. „Es kommen immer mehr ältere Menschen zu uns, die sich zwischen Essen und Heizen entscheiden müssen“, erzählt Andrea Kotesovec, Betreiberin von zwei „Allesverwerter“-Sozialmärkten in Favoriten und Ottakring. Zurzeit steht sie vor einem Dilemma: Mehr Nachfrage und weniger Angebot. „Gerade bei den Fleischwaren bekommen wir zu wenig, aber auch an Obst und Gemüse mangelt es“, so die Wienerin. Man sei bemüht, den Kunden dennoch einen vollen Einkaufskorb um nur acht Euro auszuhändigen.
Besonders traurig am heutigen Nikolaustag: Die Regale mit Schokonikoläusen bleiben diesmal leer. „Wir tun uns schon schwer, alle unsere Kunden satt zu bekommen, an Luxusartikel wie Schokolade ist heuer nicht zu denken“, bedauert Kotesovec. Das liegt daran, dass sie auf die Spenden von Lebensmittelherstellern angewiesen sind, und die geben seit der Teuerung immer weniger ab.
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