„Willkommen zum gefragtesten Konzert des Jahres“, begrüßte Styriarte-Intendant Mathis Huber sein Publikum zum ersten der vier barocken Weihnachtskonzerte seines Recreation-Orchesters im Grazer Minoritensaal. Warum dieses Programm so begehrt ist, erklärte sich schon nach den ersten Tönen.
Temperamentvoll und tänzerisch gaben sich die Musikerinnen und Musiker des Recreation-Orchesters unter der Leitung des italienischen Oboisten Alfredo Bernardini schon zum Auftakt des Abends. Da stand Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 1 in C auf dem Programm, die zwar im Advent 1718 komponiert wurde, aber eher den Geburtstag seines Fürsten Leopold feierte als die Geburt des Herrn.
Torkelnde Oboe, martialische Geigen
Bach reihte die damals gängigen Tänze aneinander, schuf aber dennoch ein stringentes Werk, in dem die Bläser torkeln und die Geigen sich auch einmal als martialische Trompeten ausgeben durften. Bei Bernardini und unter der kurzfristig eingesprungenen Konzertmeisterin Maria Bader-Kubizek tanzten sich die Musiker souverän durch diese Suite.
Festlich mit Corelli
Vivaldis Concerto a quattro für Streicher in C und Händels Concerto für Oboe in g behielten den leichten Tonfall bei, boten den Musikern aber auch Gelegenheit die Stimmung in festlichere Gefilde zu transferieren. Richtig weihnachtlich wurde es dann bei Arcangelo Corellis Concerto grosso in g „fatto per la notte die Natale“, bei dem die Barockspezialisten von Recreation aus dem Vollen schöpfen konnten.
Dass alle vier angebotenen Termine schnell ausverkauft waren, wundert angesichts dieses kurzweiligen vorweihnachtlichen Programms und seiner so stimmungsvollen wie gekonnten Ausführung nicht.
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