Sa, 23. Juni 2018

Harter Konter

30.03.2012 09:05

Karthikeyan schlägt zurück: "Vettel ist eine Heulsuse!"

Der indische Formel-1-Pilot Narain Karthikeyan hat den Kampf der Worte mit Weltmeister Sebastian Vettel fortgesetzt. In der "Hindustan Times" meinte der HRT-Pilot, Vettel, der ihn als "Gurke" bezeichnet hatte, solle sich nicht wie eine "Heulsuse" gebärden. Der Deutsche war im Grand Prix von Malaysia am Sonntag beim Überrundungsmanöver von Karthikeyan leicht berührt worden, was einen Reifenplatzer und in der Folge nur Platz elf für den Red-Bull-Star bedeutete.

"Es ist für einen Weltmeister beschämend, solche Dinge zu sagen. Das ist ziemlich unprofessionell", wurde Karthikeyan in der in Neu Delhi erscheinenden Tageszeitung zitiert. "Es ist traurig, dass ein Fahrer, der so viel erreicht hat, seinen Frust an mir auslässt, nur weil er ein schwieriges Jahr hat. Man erwartet von einem professionellen Sportsmann nicht, so eine Heulsuse zu sein."

Die Stewards hatten den Fehler bei der Berührung Karthikeyan zugerechnet und ihn nachträglich mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Der Inder wiederum beschwerte sich, dass seiner Sicht der Dinge kein Gehör geschenkt wurde. "Es hat sie nicht gekümmert, was ich gesagt habe, weil ihnen Herr Vettel weiß Gott was erzählt hat."

Gerüchte um Rüffel für Vettel "Blödsinn"
Vettels Red-Bull-Team hat indes Spekulationen um einen möglichen Rüffel für den Formel-1-Weltmeister als haltlos zurückgewiesen. "Das ist alles an den Haaren herbeigezogener Blödsinn", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko am Donnerstag der Zeitschrift "Sport Bild". Zuvor war gemutmaßt worden, Vettel müsse sich vor Teamchef Christian Horner verantworten, weil er beim Großen Preis von Malaysia am Sonntag die Anweisung zur vorzeitigen Aufgabe verweigert hatte.

"Nichts gegen unseren Willen"
"Sebastian hat nichts, aber auch gar nichts gegen unseren Willen getan", betonte der Österreicher Marko nun. Vettel sei das Rennen in Sepang nach seiner Kollision mit Karthikeyan trotz technischer Probleme zu Ende gefahren, weil er Funkbefehle nicht habe hören können. Auch Hinweise auf den Boxentafeln habe der Deutsche übersehen, erklärte Marko. Daher sei Vettels Reise in die Teamfabrik nach Milton Keynes in dieser Woche auch nicht wegen einer anberaumten Aussprache erfolgt, sondern wegen lange geplanter Tests im Simulator.

Dass Vettel wegen des "Stinkefingers" vom Automobil-Weltverbands FIA bestraft wird, glaubt Marko auch nicht. "Was soll von der FIA noch kommen?", sagte er: "Wir waren nach dem Rennen bei den Rennkommissaren. Da wurde die Sache geklärt. Für mich ist damit der Fall abgeschlossen."

Auch ein FIA-Sprecher hatte am Donnerstag auf die Entscheidungsgewalt der Streckenrichter verwiesen und damit indirekt weitere Ermittlungen ausgeschlossen.

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