Riesige Felsbrocken stürzten Samstagfrüh auf die B20 zwischen Kapfenberg und Thörl. Verletzt wurde niemand, eine Umleitung wurde eingerichtet, die Sperre bleibt aufrecht.
Es ist ein riesiges Glück im Unglück, dass bei einem Felssturz am Samstagfrüh auf der B20 zwischen Thörl und Kapfenberg niemand verletzt wurde. „Gegen 7 Uhr Früh wurde uns der Felssturz von der Straßenmeisterei gemeldet“, schildert Landesgeologe Marc Andre Rapp. Die Straße wurde sofort gesperrt. Zum Glück wurde kein Auto von den herabstürzenden Felsblöcken erwischt: „Es handelt sich um gut 6 Kubikmeter Gestein, das in mehreren Blöcken auf beide Fahrbahnen der Straße prallte.“
Gesamter Felsblock ist brüchig
Mit welcher Wucht die Felsblöcke in die Tiefe geschossen sind, erklärt Rapp: „Beim Aufprall auf der Straße sind Krater entstanden. Einer der Felsblöcke wurde hochgeschleudert und flog fast einen Meter hoch über eine Leitplanke in den angrenzenden Thörlbach.“ Die Abbruchstelle liegt gut 130 bis 150 Höhenmeter über der Bundesstraße. „Der gesamte Felsblock ist leider ziemlich brüchig, das heißt das auch weitere Felsstürze nicht ausgeschlossen werden können.“
Das Wetter trägt das seine zur Gefährdung bei: „Es soll weiter regnen und in der Nacht auch frieren, das macht Abbrüche leider nur wahrscheinlicher“, erklärt der Geologe.
Straßensperre bleibt länger aufrecht
Deshalb muss die Sperre der B20 auch bis auf Weiteres aufrecht bleiben. „Eine Umleitung über den Pogusch wurde bereits eingerichtet, zum Glück ist wegen der Sperre niemand abgeschlossen“, so Rapp. In den kommenden Tagen soll es zu detaillierten Erkundungen kommen: „Dann wissen wir auch, ob weitere Absicherungsmaßnahmen ausreichen, oder eine gezielte Sprengung gemacht werden muss“, so Rapp abschließend.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.