Im Februar dieses Jahres wurde sie sensationell Weltmeisterin, nun steht die neue Ski-Saison vor der Tür und sie ist regelrecht zum Betteln gezwungen, um an den Start gehen zu können: Laurence St-Germain.
Obwohl zuvor ein sechster Platz im Weltcup ihr bestes Resultat war, holte sich die Kanadierin am 18. Februar in Meribel völlig überraschend die WM-Goldmedaille im Slalom. Weil St-Germains Skiverband knapp bei Kasse ist, muss jeder Athlet und jede Athletin 20.000 kanadische Dollar - umgerechnet knapp 14.000 Euro - bezahlen, um überhaupt Teil des Teams sein zu können.
Das hört sich für eine Weltmeisterin nicht nach viel an, dennoch ist Laurence St-Germain regelrecht zum Betteln gezwungen. Sie sei zwar durch den WM-Titel etwas bekannter geworden, aber viel verändert habe sich nicht, schließlich ist der alpine Skisport in Kanada bei Weitem nicht so populär wie beispielsweise in Österreich oder der Schweiz.
Noch genug Platz für Sponsoren
„Ich bin immer noch auf der Suche nach Sponsoren, und ich habe meine Partnerschaftsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Auf meinem Helm ist noch Platz, genauso wie auf meinem Rennanzug“, sagte St-Germain in einem Interview mit „Radio-Canada“.
Nicht viel besser ergeht es Teamkollegin Valerie Grenier, die in der vergangenen Saison in Kranjska Gora ihr erstes Weltcuprennen gewann. „Ich bin bei 5000 Dollar, glaube ich“, sagte Grenier gegenüber „Radio-Canada“. Sie habe zwar einige treuer Sponsoren, doch das reiche bei Weitem nicht aus.
Das Duo organisierte mit den anderen Skiathleten und -athletinnen aus Kanada eine Spendengala in Quebec, um das benötigte Geld sammeln zu können. „Wir hoffen, dass einige Menschen Lust haben, zu unserer Saison beizutragen“, so St-Germain.
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