TV-Premiere für den neuen ORF-„Tatort“: Die Folge „Bauernsterben“ führt Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser in einen Schweinemastbetrieb.
Am Sonntag (15. Oktober) rückt das beliebteste Ermittlerduo des Landes wieder zu einem neuen „Tatort“-Einsatz aus: Moritz Eisner (56. Fall für Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (32. Fall für Adele Neuhauser) verfügen sich dafür ab 20.15 Uhr in ORF 2 ins Weinviertel, um den Mord an dem Chef eines großen Schweinemastbetriebs einer Aufklärung zuzuführen.
Die Spurenlage am Tatort ist suboptimal: Die Leiche weist zahlreiche (unappetitlich anzusehende) Bissspuren auf und wurde vom Betriebsleiter bereits vor dem Eintreffen der Polizei vom Auffindungsort wegbewegt. Und als Eisner und Fellner gerade den Stall inspizieren, werden durch die automatisch einsetzende Stallreinigungsanlage auch noch die letzten verwertbaren Spuren beseitigt. Die beiden - nun klitschnassen - Ermittler werden den Fall „Bauernsterben“, so viel darf verraten werden, dennoch in trockene Tücher bringen.
Auf dem Weg zur Überführung des Täters sehen sich Eisner und Fellner gleich mit mehreren spannungsgeladenen Themenkreisen konfrontiert: Die Kluft zwischen nachhaltiger und industrieller Landwirtschaft wird ebenso angesprochen wie unser Essverhalten (Fleischkonsum), der Kampf der jungen Generation um die Zukunft auf einem lebenswerten Planeten und illegale Machenschaften, die weite Kreise bis auf europäische Ebene ziehen.
Der unter der Regie von Sabine Derflinger entstandene „Tatort“ bemüht sich dabei um eine neutrale Position. Adele Neuhauser: „Dieser Film polarisiert nicht, stellt sich auf keine Seite. Er schaut sich alle Bereiche als stiller Beobachter an und lässt alle Parteien zu Wort kommen.“
Nachhaltig in Erinnerung blieben die Dreharbeiten in einem Schweinemastbetrieb bei Poysdorf. Neuhauser erinnert sich: „Ich war zuerst einmal überrascht, wie stark und intensiv der Stallgeruch ist. Mir hat es da den Atem verschlagen. Ich war aber auch positiv überrascht, wie sauber und organisiert dort alles abläuft. Die Dreharbeiten waren auch mit vielen Auflagen verbunden, denn man darf in so einen hochsensiblen Bereich mit mehr als 1000 Schweinen keine Krankheitserreger einschleppen. Vor jedem Betreten des Stalls wurde das Schuhwerk desinfiziert, und das ganze Team lief in Overalls herum, die täglich gewechselt werden mussten.“










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