Vergangenen Mai wurde ein Mäusebussard in seinem Nest in Niederösterreich tot aufgefunden. Auch zwei Jungtiere, die verhungert sein dürften, lagen tot neben dem Vogel. Nun ist klar: Unbekannte hatten den Greifvogel brutal in seinem Nest erschossen. Von den Verdächtigen fehlt bislang jede Spur.
Der neue Befund von BirdLife bestätigte am Sonntag, dass das Tier brutal erschossen wurde. Die Tierschutzorganisation hat Anzeige wegen Tierquälerei und eines Verstoßes gegen das Jagdgesetz erstattet.
Stark verwest
Die Jungvögel konnten laut Matthias Schmidt, Greifvogelexperte bei BirdLife, nicht mehr geborgen und untersucht werden. Sie waren schon zu stark verwest. Der Kadaver des erwachsenen Mäusebussards wurde nach der Bergung ins Forschungsinstitut für Wildtierkunde gebracht.
Verstoß gegen das Jagdgesetz
Der Abschuss des Vogels sei ein Verstoß gegen das Jagdgesetz und das Zurücklassen der Jungtiere Tierquälerei, so die Tierschutzorganisation. Österreichweit wurden laut BirdLife zwischen 2016 und 2022 über 200 Wildvögel Opfer illegaler Verfolgung. Am häufigsten seien Abschüsse und Vergiftungen.
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