Do, 13. Dezember 2018

Schilling gestorben

01.03.2012 07:04

Seit genau zehn Jahren regiert in Österreich der Euro

Ende Februar vor genau zehn Jahren schlug für den Schilling die allerletzte Stunde: Mit 1. März 2002 musste die österreichische Währung der europäischen Einheitswährung Platz machen, der Euro gilt seither als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Derzeit wird die Gemeinschaftswährung von rund 330 Millionen Einwohnern in 17 EU-Staaten verwendet.

Im Jänner und im Februar 2002 hatten die Österreicher Zeit gehabt, sich an die neue Währung zu gewöhnen. Gleichzeitig mit dem offiziellen Aus für den Schilling am 28. Februar um Mitternacht ging dann auch die Phase der verpflichtenden doppelten Preisauszeichnung zu Ende.

Mit dem endgültigen Aus für den Schilling endete auch die Geschichte einer eigenen österreichischen Währung. Die letzte davon war - unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg - seit Dezember 1924 fast 80 Jahre lang gültig. Die alten nationalen Währungen wurden parallel zur Einführung des Euro aus dem Verkehr gezogen. Für danach noch auftauchende Altbestände gibt es von Land zu Land unterschiedliche Umtauschfristen. Die vormalig gültigen Schilling-Serien etwa können bei der Nationalbank unbeschränkt und unbefristet gratis umgetauscht werden.

330 Millionen EU-Bürger verwenden Euro
Zu den ursprünglich zwölf Euro-Ländern sind im Laufe der Jahre fünf weitere hinzugekommen, in denen der Euro ebenfalls als alleiniges Zahlungsmittel gilt. Derzeit zahlen rund 330 Millionen Menschen mit der Einheitswährung. Zur Euro-Zone gehören offiziell Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Malta, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern. Zypern ist allerdings ein Sonderfall, weil sich der Norden des Landes als unabhängig betrachtet und offiziell die Türkische Lira benutzt, während er nach Ansicht der EU Teil der Republik Zypern und damit der Euro-Zone ist. De facto sind in Nordzypern somit zwei Währungen im Gebrauch.

Als bisher letztes Land hat der kleine baltische Staat Estland als erste frühere Sowjetrepublik mit Jahresbeginn 2011 den Euro eingeführt. Unter den neuen ost- und zentraleuropäischen Mitgliedern der EU ist Estland das dritte Land mit der Gemeinschaftswährung. Zuvor hatten dieses Ziel Slowenien (2007) und die Slowakei (2009) erreicht.

Dänemark, Großbritannien, Schweden als Ausnahmen
Von den übrigen neuen osteuropäischen EU-Staaten sind derzeit Lettland und Litauen der Einführung formal am nächsten - sie peilen den Beitritt zur Euro-Zone im Jahr 2014 an. Die beiden Länder befinden sich ebenso wie Dänemark im sogenannten Europäischen Wechselkursmechanismus II. Dänemark ist allerdings - ebenso wie Großbritannien - durch Ausnahmebestimmungen von der Verpflichtung, den Euro einzuführen, befreit. Allerdings duldet die EU bislang, dass Schweden durch den Nichtbeitritt zum Wechselkursmechanismus II absichtlich eines der Konvergenzkriterien verfehlt, um so den Euro-Beitritt zu vermeiden.

Bei den osteuropäischen EU-Staaten Ungarn und Polen ist die Einführung der Gemeinschaftswährung in den Hintergrund getreten. Auch Tschechien hat dem Euro vorerst eine klare Absage erteilt, ebenso wie Bulgarien, das die ursprünglich für 2013 angepeilte Einführung auf unbestimmte Zeit verschob. Rumänien hingegen will den Euro schon 2015 einführen.

"Passive Euro-Nutzer" und "assoziierte Euro-Nutzer"
Montenegro und der Kosovo verwenden den Euro bereits als Zahlungsmittel, obwohl sie (noch) nicht der Euro-Zone angehören. Sie werden auch als "passive Euro-Nutzer" bezeichnet, ebenso wie der Pyrenäen-Kleinstaat Andorra. Die Kleinststaaten Monaco, San Marino und Vatikanstadt wiederum gelten als "assoziierte Euro-Nutzer" mit eigenen Euro-Münzen.

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