Es gibt nichts, was es nicht gibt: Beamte der Tiroler Autobahnpolizei staunten wohl nicht schlecht, als ein Lkw-Lenker in deren Visier geriet, der sich während der Fahrt auf der A12 einen Film ansah. Der Österreicher wurde sofort aus dem Verkehr gezogen. Doch das „Kinovergnügen“ war noch nicht alles ...
Montagvormittag, kurz nach 9.30 Uhr, A12 Inntalautobahn im Tiroler Unterland: Eine Streife der Autobahnpolizei tat das, wofür sie zuständig ist: nach dem Rechten sehen. Dabei nahmen die Beamten einen 50-jährigen Lkw-Lenker wahr, der alles andere als rechtskonform unterwegs war. Anstatt sich voll und ganz auf den Verkehr und das Lenken seines Lastwagens zu konzentrieren, sah er sich genüsslich einen Film an!
Laptop zwischen Scheibe und Lenkrad
Auf einem Laptop, den der Einheimische zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe platziert hatte. Der Lkw-Fahrer wurde von der Streife schließlich bei der Kontrollstelle Radfeld (Bezirk Kufstein) aus dem Verkehr gezogen und zur Rede gestellt.
Es wurden Manipulationen an der Fahrerkarte festgestellt.
Die Ermittler
Ohne gesteckte Fahrerkarte unterwegs
Dabei stellte sich heraus, dass das „Kinovergnügen“ während der Fahrt nicht das einzige Vergehen war. „Es wurden Manipulationen an der Fahrerkarte festgestellt“, heißt es vonseiten der Ermittler. So sei der Verdächtige ohne gesteckte Fahrerkarte unterwegs gewesen. Zudem seien nachträglich Ruhezeiten eingebucht worden.
Der 50-Jährige wird nun wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen bei der Bezirkshauptmannschaft Kufstein und wegen Verdachts auf gerichtlich strafbare Handlungen an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.
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