Ordnungs-Tricks
Wohin mit all dem Zeug? So schaffst du wieder Platz!
Psychologen, energetische Berater und Wohnexperten sind sich einig: Ein umfassendes Ordnung schaffen am Beginn des neuen Jahres in den eigenen vier Wänden tut Körper, Seele und nicht zuletzt auch der optischen Gestaltung des privaten Wohnraums gut.
Leere Räume – gute Räume?
Von wenigen Aufnahmen abgesehen, fühlen sich Menschen in ordentlichen Wohnungen – wissenschaftlich belegt – ungleich wohler. Nicht nur, weil freie Flächen Räume größer und weiter erscheinen lassen, sondern auch weil, so die Wohnpsychologen, Ordnung in unserem engsten Umfeld "innere Aufgeräumtheit und Ruhe" signalisiert.
Für Feng-Shui-Experten blockieren überladene und vollgestopfte Räume überhaupt das Fließen der Energie. Das ist nicht gut, schon gar nicht am Beginn eines neuen Jahres, dem man ja möglichst offen und bereit für alles Neue entgegensehen sollte.
Bleibt nur die Frage: Wohin mit all dem Zeug? Ausmisten und sich radikal von jahrelang nicht mehr gebrauchten Dingen zu trennen, ist ein guter Ansatz. Doch genau das fällt vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen schwer. Doch man kann sich behelfen.
Der Umzugs-Trick: Ordnungsexperten wissen, dass sich Menschen am leichtesten bei einem Umzug von Dingen trennen. Ihr Rat: Die allzu vielen Sachen darauf prüfen, ob sie auch bei einem Umzug Platz im neuen Heim finden würden.
Wnd wenn trotz aller guter Vorsätze und Tricks, Schränke, Regale, Sessel und Co. noch immer unter der Last der angehäuften Dinge zusammenzubrechen drohen, müssen clevere Stauraumlösungen gefunden werden.
Auf der Suche nach neuen Stauräumen
Alles schon probiert, aber in der Wohnung ist einfach kein zusätzlicher Platz, um neue Stauräume zu schaffen? Stimmt vielleicht. Doch laut Experten gibt es in so gut wie in jeder Wohnung ein bislang unentdecktes, potentielles "Stauraum-Juwel" – man muss es nur finden!
Der erste Schritt jeder erfolgreichen Stauraum-Schatzsuche besteht darin, so durch die eigene Wohnung zu gehen, als ob man sie das erste Mal besichtigen würde. Wichtig: Den Blick allein auf freie Plätze und Nischen richten! Denn auch die noch so kleinste Nische und Ecke kann mit der richtigen Gestaltung ein möglicher Stauraum-Kandidat sein.
Such-Tipps: Plätze unter Treppen und Dachschrägen, schmale Wandnischen in der Küche und kleine, bislang nur begrenzt genutzte Räume in der Wohnung (z.B. das kleine "Abstellkammerl", das bisher lediglich als Abstellplatz für Staubsauger und Co. gedient hat).
Einige Anregungen:
Begehbarer Kleiderkasten: Die kleinsten Räume erweisen sich häufig als die größten ungenützten Stauraum-Lösungen. So gibt es zum Beispiel in vielen Wohnungen aus den 60er-Jahren derartige Kleinsträume, die als "versteckte Garderoben" konzipiert wurden. Innenraumarchitekten verlegen nun oft die Alltagsgarderobe in den Flur (z.B. einfache Wandhaken) und bauen aus der nun freigeräumten "Mini-Garderobe" einen begehbaren Schrankraum. Dank der vielen heute zur Verfügung stehenden Systemelemente findet bei geschickter Kombination nicht nur der Inhalt eines ganzen herkömmlichen Kleiderkastens Platz, sondern im Idealfall bleibt auch noch Raum für mögliche Neuanschaffungen übrig. Als optische saubere Abgrenzung des begehbaren Schrankraums wirkt übrigens eine Schiebewand aus mattem Glas besonders attraktiv und ersetzt u.U. auch die wiederum platzraubende Türe. Tipp: Viele Einrichtungshäuser bieten solche Systemlösungen an. Die Berater sind häufig aufgrund ihrer Erfahrung wahre Raumkünstler. Eine Skizze mit den Abmessungen und möglichen Besonderheiten (z.B. Fenster, Therme, Stromkasten etc.) mitnehmen!
Spezial-Schuhschränke: In herkömmlichen Regalen oder Schuhkästen erweisen sich die guten Stücke meist als Platzräuber. Spezielle Schuhschränke mit Klappen sind sehr schmal und nehmen nur wenig Platz weg. In diesen Schränken werden die Schuhe hochkant hineingesteckt und verstaut. Achtung: Unbedingt bei solchen Schränken auf eine gute Stabilisierung der Schuhe achten. Bei einigen Billig-Modellen werden die einzelnen Schuhe nicht gesichert und rutschen so beim Zuklappen automatisch "eine Etage" tiefer – was ein ziemliches Chaos verursacht.
Kleiderschrank im Vorraum: Ist dieser geräumiger, so kann sich entweder eine Verlegung des Kleiderkastens vom Schlafzimmer in den Vorraum (mit mehr Platz!) oder eine Erweiterung des bestehenden Schranksystems um ein zusätzliches Flur-Element als sinnvoll erweisen. Wichtig ist es jedoch, im (meist eher lichtarmen) Vorraum nicht zu wuchtige Möbel zu wählen. Tipp: Spiegelschränke wirken freundlicher und lassen den Vorraum größer erscheinen.
Stauraummodule als Trennwand im Bad: In einigen Bädern findet man Waschbecken, Dusche und WC in einem Raum. Je nach Anordnung können helle Stauraummodule, die es in verschiedensten Größen gibt, gleichsam als Trennwand, z.B. zwischen WC und Waschbecken, aufgestellt werden. Tipp: Kleine Stapelmodule ohne Griffe einsetzen. Die einzelnen Elemente lassen sich mit leichtem Druck öffnen und schließen, der Wegfall der Griffe unterstreicht optisch die "Trennwand-Lösung" und wirkt allgemein zierlicher.
Vakuumsäcke: Last, but not least ein Tipp, der zwar keine neuen Stauräume schafft, aber doch so einige Platzprobleme gut lösen kann. Wenig getragene oder jahreszeitlich nicht gebrauchte Kleidungsstücke in Vakuumsäcke geben. Nach dem Befüllen wird mit dem Staubsauger die Luft abgesaugt. Dadurch schrumpfen die Sachen auf bis zu einem Fünftel des ursprünglichen Volumens. Da die Säcke luftdicht abgeschlossen sind, braucht man sich weder um Nässe, noch um schlechte Gerüche (z.B. Lagerung im Keller) oder um Motten kümmern. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass je nach Material kräftiges Bügeln angesagt ist, wenn man die Sachen wieder in Gebrauch nehmen will. Tipp: Auf gute Qualität der Vakuumsäcke achten!







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