09.01.2012 08:44 |

Prozession in Manila

Millionen Gläubige folgen "Schwarzem Nazarener"

Ungeachtet einer Terrorwarnung der Regierung sind am Montag Millionen Gläubige zu der traditionellen Prozession, bei der einmal im Jahr die Christus-Figur "Schwarzer Nazarener" durch die Stadt getragen wird, auf die Straßen Manilas geströmt. Die Polizei ging von mehr als drei Millionen Teilnehmern des Umzugs aus. Beim Start des sechs Kilometer langen Marsches kam es im Gedränge zu einer Panik, 30 Menschen wurden verletzt, berichtete das Rote Kreuz.

Dem lebensgroßen "Schwarzen Nazarener" (Bild 2), der vermutlich von spanischen Missionaren 1606 aus Mexiko auf die Philippinen gebracht wurde, werden heilende Kräfte zugeschrieben. Das Schiff, auf dem die Figur transportiert worden war, hatte Feuer gefangen, die Christusfigur überstand den Brand verkohlt und schwarz gefärbt.

Vor Anschlägen gewarnt
Präsident Benigno Aquino warnte am Sonntag vor einem möglichen Anschlag islamistischer Terroristen aus dem Süden der Philippinen auf die Prozession. Neun verdächtige Separatisten seien in der Stadt gesehen worden, sagte Polizeidirektor Nicanor Bartolome. Rund 15.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Die Prozession ist eines der bedeutendsten religiösen Feste auf den Philippinen, wo mehr als 80 Prozent der Einwohner katholisch sind.

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