Satte 57 Euro am Tag für ein Holzfloß am Attersee: Um zum Teil horrende Preise will das Salzburger Start-up „Platz am See“ Badeplatzln zum Mieten vermitteln - die „Krone“ hat berichtet. Als Gegenstück zu diesem „freien Markt“ schwebt den Grünen in Oberösterreichs Landtag vor, noch mehr öffentlich zugängliche, freie Seezugänge zu sichern und zu schaffen.
„Wenn Seeufergrundstücke am Markt sind, sollte das Land diese kaufen oder pachten. Mit einer Verpflichtung dazu wäre das sichergestellt und ein Zaudern nicht mehr möglich“, meint Grünpolitiker Rudi Hemetsberger, der als Bürgermeister von Attersee die Situation aus erster Hand kennt. Der grüne Landtagsantrag wurde aber von der schwarzblauen Mehrheit abgelehnt: „So können die Oberösterreicher nur hoffen, dass freie Seezugänge nicht doch verbaut oder eingezäunt werden. Diese Beliebigkeit ist unbefriedigend“, so Hemetsberger.
Ein Aufbauprogramm für Badeplätze
LH Thomas Stelzer (ÖVP) verweist auf das laufende „Oberösterreichische Aufbauprogramm für Seezugänge“. Und er nennt die geplante Sicherung des ÖBB-Grundstücks in Schörfling am Attersee (siehe Foto oben) als jüngstes Beispiel für das Bemühen, noch mehr Seeufergrundstücke zu öffnen. Insgesamt stehen 27 öffentliche Badeplätze und Seezugänge des Landes OÖ mit rund 488.000 Quadratmetern zur Verfügung.
Bitte mehr Badesozialismus!
Wenn schon Hitzesommer (auch wenn er gerade Pause macht), dann wenigstens am und im See im schönen Salzkammergut! Wo das Abkühlen im Wasser noch möglich ist - wenn man denn reinkommt, denn zum Beispiel am Attersee sind nur 13 Prozent der Uferlänge öffentlich zugänglich.
Die kapitalistische Lösung - Mini-Handtuchflächen zum Maxi-Preis mieten - ist auch nicht wirklich hilfreich. Dann schon lieber mehr Badesozialismus! Man muss ja nicht gleich Ufergrundstücke enteignen. Aber was auf den Markt kommt, gehört vom Land für die Öffentlichkeit gesichert!











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