Der Unfall ereignete sich bei Kilometer 188 der Sonderprüfung der zweiten Etappe nahe der Ortschaft San Rafael in der argentinischen Provinz Mendoza. Da Silva krachte mit seiner Yamaha in die Kuh, das Motorrad ging in Flammen auf, und der Verunglückte wurde ins nächste Krankenhaus geflogen.
Kurz davor war auch der Peruaner Manuel Jamett mit seinem Bike zu Sturz gekommen. Er brach sich mehrere Zehen und gab auf. Zu Ende ist die Rallye außerdem für Mariano Lorenzetti, der seine KTM wegen einer Panne abstellte. Während er auf Hilfe wartete, wurde das Motorrad von einem Lastwagen überrollt. Doppelt bitter: Der Argentinier hatte extra seine Wohnung verkauft, um am Rennen teilnehmen zu können.
Bereits am Sonntag hatte sich der tödliche Unfall Boeros ereignet. Der 38-jährige Argentinier fiel bei einem Sprung von seiner Maschine und starb später an den schweren Verletzungen, die er sich dabei zuzog (Details in der Infobox).
Marc Coma führt Biker-Wertung an
Obwohl die zweite Etappe viele Verlierer hervorbrachte, gab es mit Marc Coma natürlich auch einen Sieger. Der Spanier eroberte damit auch die Führung bei den Motorrädern. Der 35-jährige KTM-Pilot verwies auf der 295 Kilometer langen Sonderprüfung seinen Markenkollegen Cyril Despres um 1:18 Minuten auf den zweiten Platz und feierte schon seinen insgesamt 17. Tagessieg bei der Rallye Dakar. In der Gesamtwertung ist der dreifache Gewinner 2:30 Minuten vor dem chilenischen Auftaktsieger Francisco Lopez der Beste. Despres, der Sieger von 2010, ist mit 2:52 Minuten Rückstand Dritter.
Peterhansel Schnellster auf vier Rädern
Auf vier Rädern hat sich der Franzose Stephane Peterhansel mit seinem Mini an die Spitze gesetzt. Peterhansel genügte der zweite Etappenrang, 56 Sekunden hinter dem Vorjahrssieger Nasser Al-Attiyah, um die Gesamtführung zu übernehmen. Der insgesamt neunfache Dakar-Gewinner hat 2:28 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten US-Amerikaner Robby Gordon. Al-Attiyah ist nach seinen Technik-Problemen vom Vortag Gesamt-Sechster.
Vater und Sohn sterben bei Flugzeugabsturz
Wie die Organisatoren am Montag bekannt gaben, kamen beim Absturz eines Leichtflugzeuges am Sonntag der Pilot und dessen elfjähriger Sohn ums Leben. Sie sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur DyN zuvor die Rallye aus der Luft beobachtet haben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.