Nach Landung verhaftet

Serbien: Anti-Kriegs-Aktivist darf nicht einreisen

Ausland
13.07.2023 15:43

Einem seit mehreren Jahren in Serbien lebenden russischen Staatsbürger ist am Donnerstag die Einreise ins Land untersagt worden. Er befinde sich derzeit in einer Hafteinrichtung des Belgrader Flughafens, weil er sich weigerte, das Land per Flugzeug zu verlassen, erklärte der bekannte Anti-Kriegs-Aktivist Pjotr Nikitin auf seiner Facebook-Seite.

Der 42-Jährige postete den Bescheid der serbischen Grenzpolizei, der besagt, dass ihm die Einreise verwehrt wurde, um ein Einreiseverbot oder eine Abschiebung umzusetzen. Weiter wurde das nicht begründet. „Es gibt keine andere Erklärung als meine Anti-Kriegs-Aktivitäten im Rahmen der Russischen Demokratischen Gesellschaft“, schrieb Nikitin auf Facebook. Die Russische Demokratische Gesellschaft hatte in Serbien zahlreiche Proteste gegen die Invasion der Ukraine veranstaltet.

Serbien trägt Sanktionen gegen Russland nicht mit
Serbischen Medienberichten zufolge geht das behördliche Vorgehen gegen den Russen, der eine reguläre Aufenthaltsgenehmigung in Serbien und auch zwei Kinder dort hat, auf den Inlandsgeheimdienst BIA zurück. Dessen Chef Aleksandar Vulin hatten die USA erst am Dienstag auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Dem Sanktionsbescheid zufolge habe Vulin seine Machtposition unter anderen dazu missbraucht, um Russland bei der Destabilisierung der Balkanländer zu unterstützen.

Serbien ist neben Belarus das einzige europäische Land, das die Sanktionen des Westens gegen Russland nicht mitträgt, auch wenn die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic die Invasion verurteilt hat. Viele Serben befürworten den russischen Angriff auf die Ukraine, in der Hauptstadt Belgrad gab es zudem zahlreiche prorussische Demonstrationen.

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