Die DNA-Analyse bestätigt am Dienstag: Die Schuld an der gehäuteten Gans, die vor knapp eineinhalb Monaten im Freibad „Lepi“ in Salzburg gefunden wurde, liegt bei einem Hund.
Für Entsetzen sorgte der grausige Fund eines Bademeisters im Salzburger Lepi-Freibad am 5. Mai. In einer Toilette lag eine schwer verletzte Gans - teilweise gehäutet. Schnell äußerte der Verein „Österreichische Tierrettung“ den Verdacht der Tierquälerei und kommunizierte diesen vehement.
Zahlreiche verärgerte Reaktionen
„Es macht das gesamte Team der Österreichischen Tierrettung unfassbar traurig und fassungslos, wozu ein Mensch fähig sein kann“, hieß es etwa auf der Facebook-Seite der Organisation. Und: „Die Täter gehören zur Rechenschaft gezogen und endlich härter bestraft.“ Im Internet verbreitete sich die Meldung wie ein Lauffeuer, rief zahlreiche verärgerte Reaktionen hervor. Präsident Oswin Maier beschuldigte auch mehrmals gegenüber Medien einen unbekannten Tierquäler. Schließlich wurde sogar eine Prämie ausgesetzt. Umsonst, wie sich jetzt herausstellte.
Ermittlungen sind beendet
Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof war von Beginn an anderer Meinung. Er hatte einen Beutegreifer, wie beispielsweise einen Fischotter im Visier. Ein Gutachten der Veterinärmedizinischen Universität Wien brachte nun endgültige Klarheit. Die Experten fanden im Bereich der Verletzungen an drei Stellen DNA-Spuren. Sie gehören zu einem Hund. Die Staatsanwaltschaft erklärte die Ermittlungen für beendet.
Oswin Mayer bedauert die verursachte Aufregung nicht: „Wir werden weiterhin auf solche Fälle aufmerksam machen.“ Denn: „Mutmaßlicher Tierquälerei muss immer nachgegangen werden. Das ist nur die Vorstufe zu schlimmeren Straftaten.“









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