Das Lido Sounds, das heute startet, hat eigentlich alles, was ein großartiges Musik-Festival zu bieten hat. Großartige Acts an allen drei Tagen und das mitten in der Stadt. Im Vorfeld gibt es aber immer wieder Probleme. Nun sorgt ein geköpfter Baum für Wirbel.
Im Herzen von Linz soll das Lido Sounds drei Tage lang die Massen begeistern. Doch es läuft nicht rund. Zuerst der Wirbel um One-Way-Tickets - die Besucher durften das Gelände nicht verlassen, oder hätten bei der Rückkehr erneut zahlen müssen - der für viel Kritik und einen schnellen Rückzieher des Veranstalters gesorgt hat. Nun gibt es Diskussionen rund um einen Baum. Der wurde nämlich kurzerhand gestutzt, offenbar, um freie Sicht auf die Bühne zu haben.
Ärger bei Klimastadträtin
„Entgegen dem ausdrücklichen Verbot der Stadt Linz wurde am Veranstaltungsgelände ein Baum geköpft. Obwohl unmissverständlich klargestellt wurde, dass die wenigen Bäume auf dem Festivalgelände besonders geschützt werden müssen und auf gar keinen Fall Bäume gefällt oder beeinträchtigt werden dürfen, wurde jetzt ein Baum buchstäblich geköpft. Es ist derart ungeheuerlich, wie verantwortungslos mit den Bäumen am Veranstaltungsgelände umgegangen wird. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man überhaupt auf die Idee kommt, für ein 3-tägiges Musikfestival einen Baum zu köpfen, der 30 Jahre braucht, damit er diese Größe erreicht. Das muss auch Konsequenzen haben“, stellt Klimastadträtin Schobesberger klar.
Entdeckt haben den Baum Mitarbeiter der Stadt Linz, bei einer Begehung des Geländes. Es habe im Zuge der Vorbereitungen für das Festival immer wieder Begehrlichkeiten, Bäume zu kappen oder gänzlich zu fällen gegeben, um Sichtbeziehungen insbesondere zwischen Bühne und Technikturm zu verbessern. Von allen Verantwortlichen der Stadt wurde unmissverständlich klargestellt, dass das nicht in Frage käme. „Das Jahrmarktareal ist im Sommer eine Hitzeinsel und braucht zur Aufenthaltsqualität dringend mehr Grün. Das bestehende Grün ist mit allen Mitteln zu schützen“, so Schobesberger in einer Aussendung.









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