„Nicht genug Waffen“

Putin: Ukrainische Gegenoffensive hat begonnen

Ausland
09.06.2023 18:14

Nun hat auch Russlands Präsident Wladimir Putin den Start der Gegenoffensive der Ukraine bestätigt. Die ukrainischen Streitkräfte hätten zwar keine Erfolge erzielt, die Ukraine verfüge jedoch weiter über Offensiv-Potenzial, so Putin. Zugleich räumte der Kremlchef russische Nachteile bei Waffen ein. 

Die ukrainischen Soldaten haben ihre Ziele in keinem Sektor erreicht“, erklärte Putin am Freitag auf einer Konferenz in Sotschi, von der Ausschnitte auf dem Kurznachrichtendienst Telegram veröffentlicht wurden.

Zuvor hatten auch schon einige internationale Medien unter Berufung auf ukrainische Militärvertreter vermutet, dass die Aktion zur Befreiung von Russland besetzter Gebiete seit einigen Tagen laufe.

Schwere Gefechte im Osten der Ukraine
Zuvor hatten beide Seiten schwere Gefechte insbesondere im Osten der Ukraine gemeldet. Die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar sprach von russischen Angriffen, die abgewehrt würden.

„Intensive Kämpfe“
Putin sagte, es gebe bereits seit fünf Tagen „intensive Kämpfe“. Außerdem behauptete er, die Ukrainer hätten an keinem Frontabschnitt ihre Ziele erreicht. Das ließ sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. Insbesondere die russische Seite fällt seit Kriegsbeginn immer wieder durch militärische Falschaussagen auf.

Putin im Video zur ukrainischen Gegenoffensive

Außerdem sagte er mit Blick auf die russische Armee, die seit Kriegsbeginn immer wieder militärische Niederlagen einstecken musste: „Ja, wir haben nicht genug dieser modernen Waffen, aber die Industrie (...) entwickelt sich schnell, und ich bin überzeugt, dass alle Aufgaben, vor denen die Rüstungsindustrie steht, zweifellos gelöst werden.“

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„Ja, wir haben nicht genug dieser modernen Waffen, aber die Industrie entwickelt sich schnell, und ich bin überzeugt, dass alle Aufgaben, vor denen die Rüstungsindustrie steht, zweifellos gelöst werden.

Russlands Präsident Wladimir Putin

Russland wird im Juli mit Verlegung von Atomwaffen in Belarus beginnen
Russland wird nach Angaben von Putin im Juli mit der Verlegung von Atomwaffen nach Belarus beginnen. Die Planung zur Unterbringung der Waffen „wird am 7. oder 8. Juli abgeschlossen sein“, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit seinem belarussischen Kollegen Alexander Lukaschenko in Sotschi. Daraufhin werde die Stationierung der Atomwaffen beginnen. „Alles verläuft nach Plan“, sagte der Kreml-Chef weiter.

Eine Topol-M Interkontinentalrakete (Bild: AFP)
Eine Topol-M Interkontinentalrakete

Russische Flugzeuge in Nähe von NATO-Luftraum abgefangen 
Großbritannien hat unterdessen zwei Tage in Folge Kampfjets entsandt, um mehrere russische Flugzeuge unweit des NATO-Luftraums abzufangen und zu eskortieren. „Die russischen Flugzeuge hielten sich nicht an die internationalen Regeln, indem sie nicht mit den entsprechenden Fluginformationsgebieten (FIR) kommunizierten“, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Freitag. Die russischen Flugzeuge seien bei den Vorfällen am Donnerstag und Freitag jedoch im „internationalen Luftraum“ geblieben und „professionell geflogen“, hieß es weiter.

Weiteres milliardenschweres Militär-Paket der USA für Kiew 
Die US-Regierung stellt der Ukraine unterdessen weitere milliardenschwere Militärhilfen zur Abwehr des russischen Angriffskrieges zur Verfügung. Das US-Verteidigungsministerium kündigte am Freitag in Washington ein neues Paket mit militärischer Ausrüstung im Umfang von 2,1 Milliarden US-Dollar (1,95 Milliarden Euro) an. Darin enthalten ist nach Pentagon-Angaben unter anderem Munition für diverse Waffensysteme, die die USA bereits an die Ukraine geliefert haben.

Diese US-Panzerabwehrraketen des Typs FGM-148 Javelin kamen bereits im Februar in der Ukraine an. (Bild: AFP )
Diese US-Panzerabwehrraketen des Typs FGM-148 Javelin kamen bereits im Februar in der Ukraine an.

Konkret umfasse das Paket umfasse Munition für Patriot- und Raytheons HAWK-Luftverteidigungssysteme, unbemannte Puma-Flugsysteme von AeroVironment und weitere Ausrüstung sowie Hilfen für Ausbildung in Instandsetzung, hieß es in einer Erklärung.

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