15.11.2011 18:45 |

EM-Qualifikation

U21-Team holt Punkt in Bulgarien - Coach Herzog sauer

Die österreichische U21-Nationalmannschaft hat am Dienstag in der EM-Qualifikation in Bulgarien ein 1:1 erreicht. Die EM 2013 in Israel ist für den ÖFB-Nachwuchs damit zwar praktisch nicht mehr erreichbar, zumindest wurde in Lowetsch aber die zweite Niederlage gegen die Bulgaren innerhalb einer Woche vermieden. Kapitän Christopher Dibon (78.) egalisierte die Führung der Gastgeber durch Alexandar Tonew (12.) per Kopf.

U21-Teamchef Andreas Herzog war mit der Leistung seiner Schützlinge aber erneut nicht zufrieden. "Wir waren in den Zweikämpfen nicht robust genug. In den letzten Spielen war das einfach zu wenig. Da brauchen wir nicht von einer EM reden", gestand der Rekordinternationale. "Der eine oder andere macht eine gute Entwicklung, aber einige sind auch in der Entwicklung stehengeblieben. Es geht um eine Endrunde, diesem Anspruch sind wir nicht gerecht geworden."

Gegentor durch 35-Meter-Schuss
Herzog hatte gegenüber der 0:2-Heimpleite am Donnerstag in Wiener Neustadt lediglich Torhüter Jörg Siebenhandl durch Samuel Radlinger ersetzt. Dazu kehrte der zuletzt gesperrte Außenverteidiger Florian Hart auf Kosten von Stefan Schwab in die Mannschaft zurück. Wie schon zu Hause wurden die Österreicher durch einen nicht unhaltbaren 35-Meter-Weitschuss von Tonew früh kalt erwischt (12.), danach standen die Bulgaren sehr tief.

Die Österreicher hatten zwar mehr Spielanteile, klare Torchancen blieben aber Mangelware. Für den Ausgleich musste eine Standardsituation herhalten. Admira-Kapitän Dibon köpfte nach Freistoßflanke von Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser ein. Danach waren allerdings die Bulgaren dem Sieg näher. Hannover-Ersatzkeeper Radlinger musste mit zwei Paraden den Punkt festhalten.

Herzog liest seinen Spielern die Leviten
"In der entscheidenden Phase war unser Zweikampfverhalten nicht wie in einem Qualispiel. Das hat mich eher an ein Freundschaftsspiel erinnert", kritisierte Herzog. "Wenn sie so reingehen, wird der Traum vom A-Team für den einen oder anderen Spieler nicht in Erfüllung gehen." Bis zum nächsten Pflichtspiel am 5. Juni zu Hause gegen das punktlose Schlusslicht Luxemburg haben seine Kicker zumindest genug Zeit, an sich zu arbeiten.

Die Österreicher überwintern nach vier Quali-Spielen in Folge ohne Sieg auf dem enttäuschenden vierten Gruppenrang. Auf das Führungsduo Niederlande und Schottland, das jeweils ein Match weniger ausgetragen hat, fehlen der Herzog-Truppe drei Partien vor Schluss vier bzw. drei Punkte. Neben dem Gruppensieger qualifizieren sich nur die vier besten von zehn Gruppenzweiten für das Play-off.

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