Diese Aussage steht aus Sicht der Staatsanwaltschaft im Widerspruch zu Angaben eines anderen Zeugen. Dieser habe berichtet, Ecclestones Frau habe ihm gesagt, dass es ein Problem mit Gribkowsky gebe.
Ex-Frau war erbost
Ecclestone widersprach energisch. "Sie war erbost darüber, dass ich immer noch geschäftlich tätig war. Ihr wäre es lieber gewesen, ich hätte mich schon zur Ruhe gesetzt", sagte der 81-Jährige. Deshalb habe er nie mit ihr über seine Geschäfte gesprochen. Gribkowsky habe seine Frau aber bei Rennen getroffen. "Ich glaube, sie haben gerne einen zusammen getrunken und sich unterhalten", so Ecclestone. Die Ehe mit Slavica Ecclestone wurde im Jahr 2009 geschieden.
Ecclestone hat sein schwieriges Verhältnis zum Angeklagten geschildert. Es habe zwar nie eine konkrete Forderung des Bankers gegeben, er habe es aber verstanden, jemanden auf eine sehr nette Art und Weise zu drohen, sagte der Brite. Trotz der subtilen Drohungen sei der Banker oft bei den Rennen in seiner Nähe gewesen. Gribkowsky sei es nicht anders gegangen als vielen Menschen: "Sie verlieben sich in die Formel 1 und den Lifestyle", so der Brite.
Ecclestone räumt Millionenzahlungen ein
Zum Auftakt seiner Vernehmung am Mittwoch hatte Ecclestone eingeräumt, Millionen an Gribkowsky gezahlt zu haben. Grund dafür sei die Sorge gewesen, der Banker könnte ihn bei der britischen Steuerbehörde anschwärzen. Gribkowksy hatte den Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB 2006 an den Investor CVC verhandelt und hat laut Anklage dafür umgerechnet rund 32,3 Millionen Euro Bestechungsgeld von Ecclestone kassiert. Auch gegen Ecclestone laufen Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft.








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