Milde Strafe

Heftige Kritik am Schiri kostet Walter Kogler 750 Euro

Fußball
08.11.2011 11:52
Walter Kogler ist vom Senat 1 der tipp3-Bundesliga nach seiner heftigen Kritik an Referee Dominik Ouschan mit einer relativ milden Geldstrafe belegt worden. Der Trainer von Wacker Innsbruck muss wegen unsportlichen Verhaltens und Schiedsrichterbeleidigung beim 2:2 im Liga-Spiel gegen die Austria 750 Euro zahlen. Der 43-Jährige rastete am Sonntag im Finish aus und hielt vor den TV-Kameras dem vierten Offiziellen Geldscheine unter die Nase.

Kogler wollte die Strafe nicht kommentieren: "Das ist nun so - und aus. Ich sage gar nichts dazu." Zuvor hatte er die Möglichkeit, sich selbst vor dem Strafsenat zu verteidigen, abgelehnt: "Man ist meinen Argumenten bis jetzt noch nie gefolgt. Warum sollte man dies plötzlich tun?"

Der Hand-Elfmeter, den Schiedsrichter Ouschan in der 90. Minute gegen Innsbruck verhängte, brachte das Blut von Kogler in Wallung. Lautstark beschwerte sich der Innsbruck-Trainer an der Outlinie, sagte dem Schiri, dass seine Leistung "zum Schämen" sei. Und dann griff er in seine Brusttasche und zeigte dem Schiri-Assistenten Andreas Feichtinger ein Bündel Geldscheine. Kogler wurde zum vierten Mal in seiner Bundesliga-Karriere auf die Tribüne verwiesen und bei der Bundesliga angezeigt.

"Soll das lustig sein?"
Koglers Geste löste alles andere als Begeisterungsstürme aus. "Der Elfmeterpfiff war eine klare Fehlentscheidung. Da kann man schon nachvollziehen, dass ein Trainer aufgebracht ist", meinte Johann Hantschk, der Boss der Bundesliga-Referees, "aber dieser Griff zu den Geldscheinen – das halte ich für übertrieben."

Auch Robert Sedlacek, der Chef der Schiedsrichter beim ÖFB, rümpfte über Koglers Wacheln mit den Geldscheinen die Nase. "Ich weiß nicht, ob das lustig sein soll. In jedem Fall geht die Geste aber zu weit. Ich halte davon gar nichts. Das geht zu weit, sagt Schiri-Boss Robert Sedlacek.

Klaus Augenthaler hat als GAK-Trainer (1997 bis 2000) dem Schiri einmal die Brieftasche mit den Worten hingehalten: "Nehmen Sie sich raus, was sie wollen!" Die Folge: Tribüne und Geldstrafe.

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(Bild: KMM)



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