Im Land der Ikonen, Giganten und Legenden blickt die Formel-1-Welt auf das explosive Duell Max Verstappen gegen Sergio Pérez: Kracht es in Miami? Angesprochen auf Red Bull und eine Stallorder meint Mercedes-Teamchef Toto Wolff: „Wir wollen, dass sie im Auto Löwen sind, dürfen daher auch nicht aus Löwen Schoßhündchen machen!“
Miami, Südflorida - das Formel-1-Eldorado für Hollywood-Ikonen, Musik-Giganten, Milliardäre und Celebrities, für die Reichen und Schönen unseres Planeten. „Ein sehr illustres Rennen mit unheimlichem Flair“, sagt selbst Red Bulls Sportchef Dr. Helmut Marko, nicht gerade ein Partytiger ...
Wie bei allen Motorsport-Fans richtet sich auch beim Grazer „Doktor“, der den neuen Vertrag für Design-Ass Adrian Newey („er hat für mehrere Jahre verlängert“) bestätigte, ab heute der Blick aber ausnahmslos auf den Asphalt Miami International Autodrome. Auf seine beiden Piloten. Max Verstappen und Sergio Pérez. Nur sechs Punkte trennen die Teamkollegen, beide sind hungrig auf Erfolg. Verstappen: „Ich bin nicht hier, um Zweiter zu werden!“ Pérez: „Ich habe drei Kinder zu Hause, ich fahre, um auch für sie den WM-Titel zu gewinnen. Dafür werde ich kämpfen!“ Ein Duell. Ein Pulverfass. Ein Crash droht. Noch ist die Führungsriege ruhig. „Sie können frei fahren, solange sie sich nicht in die Kiste krachen“, sagt Dr. Marko und erklärt: „Das können wir uns leisten. Denn im Verfolgerfeld wechseln sich Ferrari, Aston Martin und Mercedes immer wieder ab, dadurch wächst unser Vorsprung automatisch. Dafür können wir nichts, aber wir nehmen es gerne mit. Soll aber nicht heißen, dass wir einen Doppelausfall unserer Piloten sehen wollen.“
Red Bull Racing ist diesbezüglich ein gebranntes Kind - Vettel und Webber crashten in Istanbul 2010, Ricciardo und Verstappen 2018 in Baku. Und einer, der ebenfalls so eine Situation kennt, ist Toto Wolff, Teamchef von Mercedes. 2016 schossen sich Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Barcelona von der Strecke. Danach gab’s ein Donnerwetter des Teamchefs, der heute, angesprochen auf Red Bull und eine Stallorder, meint: „Das sind Rennfahrer, wir dürfen ihnen den Instinkt nicht rauben. Wir wollen, dass sie im Auto Löwen sind, dürfen daher auch nicht aus Löwen Schoßhündchen machen!“ Der „Krone“-Tipp: Der Heimvorteil (Marko ob der mexikanischen Kolonie: „In Miami spricht man Spanisch!“) spricht für „Checo“ Pérez, aber Max Verstappen ist um einen Tick weniger fehleranfällig ...
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