Auch das große 34 Piloten umfassende Teilnehmerfeld, in dem sich nicht nur Routiniers, sondern auch wenig erfahrene Motorsportler befanden, die für die hohen Geschwindigkeiten bis zu 360 km/h und den Kampf über 200 Runden nur ungenügend vorbereitet waren, scheint manchem der falsche Zugang zu sein.
Die Verantwortlichen halten sich vorerst bedeckt, werden in weiterer Folge aber über konkrete Aussagen zum Thema Sicherheit nicht umhinkommen. Das prophezeit etwa der US-Berater Ernest DelBuono, der Großfirmen und staatlichen Stellen in Sachen Krisenkommunikation zur Seite steht: "Sie werden Sicherheitsthemen diskutieren müssen." Ausgerechnet Wheldon war im vergangenen Jahr mit dem Testen jenes Autos beschäftigt gewesen, das in der kommenden Saison mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen auf die IndyCar-Strecken kommt.
Auch NASCAR-Fahrer Jimmie Johnson übt Kritik. "Ich würde nicht auf Oval-Kursen fahren. Es kommt zu Situationen, wo das Auto bei hoher Geschwindigkeit abhebt. Und dann kannst du es nicht mehr kontrollieren", sagte der US-Amerikaner, der nach der Geburt seiner Tochter seiner Frau versprechen musste, niemals ein IndyCar-Rennen zu fahren.
Scheckter sorgt sich um seinen Sohn
Ex-Formel-1-Champion Jody Scheckter zeigte sich ebenfalls äußerst besorgt - schließlich ist auch sein Sohn Tomas Teil der Rennserie. "Es ist derzeit die gefährlichste Serie", sagte der 61-Jährige, der den Crash live miterlebte. "Es war unvermeidbar, dass irgendjemand einen Unfall verursacht." Seinen Sprössling will er vom IndyCar wegbringen. "Ich habe ihm gesagt, dass ich möchte, dass er aufhört", betonte Scheckter.
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