In St. Martin bei Lofer kicken nur Einheimische. Getanzt wird aber nach der Pfeife eines Auswärtigen. Das Ende der Durstrecke gelang ausgerechnet gegen den makellosen Tabellenführer.
Bis zum 1. Mai mussten die Kicker vom UFC St. Martin bei Lofer auf ein Erfolgserlebnis im Jahr 2023 warten. Die letzten Punkte in der 1. Klasse Süd hatte man am 12. November 2022 geholt. Und ausgerechnet im Duell mit dem bis dato makellosen Tabellenführer aus Mittersill (17 Siege aus 17 Spielen) schrieben die Pinzgauer wieder an, holten völlig überraschend ein 2:2. „Der Gegner war stärker, aber wir haben mit viel Kampf dagegen gehalten. Der Zähler muss uns einen Schub für die kommenden Wochen geben, wir wollen die Saison noch ordentlich zu Ende spielen“, erklärte Trainer Jakob Radinger.
Von Neumarkt in den Pinzgau
Der Coach ist so etwas wie das schwarze Schaf beim UFC. Denn beim Verein kicken nur Spieler aus St. Martin und Lofer, wird niemand aus der Fremde eingekauft. Nur Radinger kommt nicht aus der Gegend, sondern ursprünglich aus Neumarkt am Wallersee. Vor einem Jahr übernahm er das Trainerzepter, gibt seitdem den Takt vor. Den Weg des Klubs geht er aus voller Überzeugung mit: „Vieles hängt von der Generation ab. Da gibt es gute und auch schlechte Jahrgänge, damit muss man klarkommen.“
Bereits heute hat seine Mannschaft die Chance auf die nächsten Punkte, trifft im Nachtrag daheim auf Bruck. Radinger: „Ich hoffe, dass wir die Leistung vom Duell mit Mittersill bestätigen können.“
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