Großer Bahnhof beim Grazer Antriebsspezialisten AVL List: Bundeskanzler Karl Nehammer sucht Alternativen zur E-Mobilität - und verspricht mehr Unterstützung bei Forschung
Österreich ist ein Autoland: Auf diese Formel hat sich Bundeskanzler Karl Nehammer - zum Ärger des grünen Koalitionspartners - eingeschworen. Am Ende der von ihm ausgerufenen Mobilitätswoche besuchte er am Freitag AVL List in Graz. Im Fokus standen dabei Wasserstofftechnologie und künstlich hergestellte Treibstoffe (E-Fuels): In diesen Bereichen zählt der steirische Technologiekonzern zur Weltspitze.
Der Verbrenner hat noch nicht ausgedient
Dass E-Fuels nicht von heute auf morgen herkömmliche Treibstoffe in Verbrennermotoren ersetzen werden, sei klar, aber: „Es gibt nicht nur ein Entweder-oder. Die Elektromobilität ist sicher die Zukunft, aber auch der grüne Verbrenner wird eine Rolle spielen“, so Nehammer, der sich vom Gespräch mit AVL-Boss Helmut List beeindruckt zeigte: „Ich habe heute viel gelernt. Und es wird seitens Politik künftig definitiv mehr Unterstützung für die Forschung zu grünem Wasserstoff geben.“
Es gibt nicht nur ein Entweder-oder. Die Elektromobilität ist sicher die Zukunft, aber auch der grüne Verbrenner wird eine Rolle spielen
Kanzler Karl Nehammer bei seinem AVL-Besuch
Um diesen herzustellen, braucht es aber enorm viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie auch List betont: „Das kann Europa nicht alleine bewältigen. Wir werden langfristig einen substanziellen Anteil importieren müssen.“ Eine zentrale Rolle wird Nordafrika spielen.








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