Sicher vor Dieben
Einbruchschutz beginnt im Garten – die besten Tipps
Dank intensiver Info-Kampagnen und einer großen Produktpalette sind heute schon die Fenster und Türen vieler Häuser gegen ungebetene Gäste professionell abgesichert. Das ist vor allem auch jetzt im Herbst und Winter wichtig, denn viele Diebesbanden schlagen besonders gerne im Schutz der Dunkelheit zu.
Und daher gilt für alle Hausbesitzer das Motto: Guter und sinnvoller Einbruchschutz beginnt schon im Garten!
Einbruchschutz im Garten
Fast jeder Gartenbesitzer kennt das Problem: Im Sommer verbringt man viel Freizeit im „grünen Wohnzimmer“ und will dabei auch nicht zu stark neugierigen Nachbars-Blicken ausgesetzt sein. Dichte und hohe Hecken und Büsche entlang den Zäunen stehen daher hoch im Kurs.
Die Kehrseite dieses natürlichen Sichtschutzes liegt leider darin, dass er auch möglichen Einbrechern einen guten Schutz für ihre kriminellen Taten bietet. Die Statistik zeigt, dass hohe Hecken Langfinger geradezu magisch anziehen. Vor allem dann, wenn der Garten auch nicht ausreichend beleuchtet ist.
Sicherheits-Profis raten daher, Büsche und Hecken nicht in zu kurzer Distanz zum Haus zu pflanzen. Direkt am Haus sollten sich nach Möglichkeit überhaupt keine hohen Büsche oder gar Bäume befinden, denn diese können von den Einbrechern leicht als Leiter benützt werden.
Auch die Umzäunung spielt beim Abhalten ungebetener Gäste eine wesentliche Rolle. Zwar können Einstiegsversuche nicht hundertprozentig verhindert werden, aber zu leicht muss man es den Dieben ja auch nicht machen. Der größte Teil der Einbrüche wird von sogenannten Gelegenheitstätern verübt, die erfahrungsgemäß bei größeren Hindernissen vom Versuch ablassen. Ein möglichst hoher Zaun wirkt abschreckend, da der Täter damit rechnen muss, beim Drüberklettern gesehen zu werden.
Eine gute Beleuchtung
Im Herbst und Winter kann es schon am Nachmittag rund ums Haus stockdunkel werden. Das ist bei Schnee und Eis nicht nur für die Bewohner selbst eine Sicherheitsgefahr (Ausrutschen), sondern erlaubt auch Einbrechern, sich im Schutz der Dunkelheit dem Haus zu nähern.
Eine gute Nachtbeleuchtung, jedenfalls auf den Zugangswegen zum Haus - und sollte das Grundstück größer sein, auch in den vom Haus weiter entfernten Gartenecken -, macht also in vielerlei Hinsicht Sinn. Nicht nötig ist es jedoch, die ganze Nacht hindurch das Licht einzuschalten. Das kommt nicht nur kostenmäßig ziemlich teuer, sondern ist auch für die nachtaktiven Tiere im Garten störend.
Gut geeignet sind Bewegungsmelder, bei denen sich das Licht nur bei Auslösen bestimmter Signale einschaltet. In großer Auswahl sind sie bereits schon zu relativ geringen Preisen in jedem Bau- und Elektrofachmarkt erhältlich.
Tipp: Bei solarbetriebenen Modellen prüfen, ob die Sonneneinstrahlung im Herbst und Winter für einen guten Betrieb auch tatsächlich ausreicht. Auch die Programmierungsmöglichkeiten sind wichtig, denn so können ungewollte Licht-Einschaltungen (z.B. durch Tiere) weitgehend ausgeschlossen werden.
Achtung: Stromanschlüsse im Freien sollten stets gut abgesichert sein (z.B. in Beton-Kasten) – manche Einbrecher haben solche Anschlüsse schon benützt, um mit elektrischen Geräten rascher und leichter in das Haus einzudringen.
Zunehmend beliebter werden in jüngster Zeit auch Videoüberwachungen. Diese sind allerdings bei guter Qualität und zuverlässigem Betrieb nicht gerade billig. Beachten muss man auch, dass ausschließlich das eigene Grundstück überwacht werden darf, da sonst die Persönlichkeitsrechte Dritter (z.B. Nachbarn) verletzt werden.
Schwachstelle Garage
Der beste Zaun, die freieste Sicht und die hellste Beleuchtung nützt allerdings wenig, wenn dann das Garagentor über Nacht offen bleibt oder schon so veraltet ist, dass es in Sekundenschnelle aufgebrochen werden kann.
Garagen sind für Einbrecher gleich aus mehreren Gründen besonders attraktiv: Zum einen lagern dort häufig auch (teure) Fahrräder und andere Gegenstände (z.B. Werkzeuge), zum anderen sind viele Garagen mit einer Durchgangstüre zum Wohnraum verbunden. Die Sicherheits-Experten empfehlen daher, das Garagentor selbst wie aber auch eine etwaige Durchgangstür ebenso sorgfältig wie alle anderen Eingänge zum Haus abzusichern.
Garagentore gibt es in unterschiedlichen Widerstandsklassen mit speziellen Einbruchhemmungen. Ein automatisch schließendes Garagentor verhindert jedenfalls, dass das Abschließen vergessen werden kann.
In die Jahre gekommene Garagentore sind leider nur sehr schwer bis gar nicht einbruchschutzmäßig nachzurüsten – hier rechnet sich laut Sicherheits-Experten die Investition in ein modernes und sicheres Garagentor.
Tipp: Fenster in der Garage sollten nach Möglichkeit stets vergittert werden!







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