34,7 Prozent aller ausländischen Studenten - das sind jene ohne österreichische Staatsbürgerschaft - hierzulande kommen aus Deutschland, mit großem Abstand gefolgt von Italienern (11,4 Prozent - der Großteil darunter Südtiroler, die Österreichern studienrechtlich gleichgestellt sind), Türken (4,4 Prozent) und Polen (2,8 Prozent), heißt es in der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", die sich auf Zahlen aus dem Jahr 2009 bezieht.
Tatsächlich war Österreich 2009 zum zweiten Mal in Folge das beliebteste Zielland deutscher Auslandsstudenten. Im Vergleich zum Jahr 2008 stieg der Anteil um mehr als 18 Prozent, wozu die hohe Anzahl an Studienanfängern (rund 7.800) beigetragen habe, wie das statistische Bundesamt Deutschland, Destatis, festhielt. Grund des Anstiegs dürfte wohl auch die Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2009 gewesen sein.
2009/2010 bereits 23.700 deutsche Studenten
Insgesamt hat sich die Zahl deutscher Studenten in Österreich laut Destatis innerhalb von zehn Jahren vervierfacht: Saßen 1999 noch knapp 6.000 deutsche Studenten in Österreichs Hörsälen, waren es im Studienjahr 2009/10 bereits knapp 23.700. Beinahe die Hälfte von ihnen (44,4 Prozent) waren im Studienjahr 2009/10 im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben. Nach Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Sport (jeweils 13,3 Prozent) folgt die mit einer Quotenregelung begrenzte Humanmedizin mit 11,3 Prozent.
Das Motiv für deutsche Studenten, nach Österreich zu kommen, ist die Hochschulsituation in ihrer Heimat, wie die letzte Studierenden-Sozialerhebung des Instituts für Höhere Studien im Jahr 2009 ergab: In Deutschland keinen Studienplatz bekommen zu haben wurde dort mit 35 Prozent am häufigsten genannt.
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