„Niemand hat sich für mich interessiert.“ Sie spielte in der damals berühmtesten Sitcom der Welt mit. Und dennoch fühlte sich „Friends“-Star Lisa Kudrow wie das „sechste Rad am Wagen“. Denn ihre Co-Stars Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matt LeBlanc, Matthew Perry und David Schwimmer seien von Anfang an viel populärer als sie gewesen, klagte sie jetzt im „The Independent“. Was für die Schauspielerin berufliche Nachteile mit sich brachte.
Als „Friends“ ab der zweiten Staffel zum Megahit wurde, nutzten Kollegen den Erfolg, um begehrte Filmrollen zu ergattern. Kudrow hingegen seien solche Angebote verwehrt geblieben, was bei ihr das Gefühl von mangelnder Wertschätzung auslöste: „Keiner schien in mich Erwartungen zu setzen, dass ich eine große Karriere haben könnte“, erklärte sie.
Stattdessen habe es oft nur in ihrer eigenen Schauspielagentur geheißen: „Was hat sie für ein Glück, dass sie in dieser Serie gelandet ist.“
Gagen-Kampf als Nachteil in Hollywood
Außerdem äußerte Kudrow die Vermutung, dass ihre Karriere möglicherweise darunter gelitten habe, weil ihr fälschlicherweise zugeschrieben wurde, die Rädelsführerin hinter den knallharten Gagenverhandlungen mit den Warner Bros Studios gewesen zu sein. Dabei habe sie lediglich ihre Co-Stars dazu gebracht, bei den Vertragsverhandlungen als Einheit aufzutreten und die gleichen Gagen zu verlangen.
Die betrugen anfangs 125.000 Dollar pro Folge und stiegen dann auf 750.000 Dollar in den Staffeln sieben und acht an. In den Staffeln neun und zehn verdienten schließlich alle Darsteller rund eine Million Dollar pro Episode – eine bis heute außergewöhnliche Summe.
Erst nach Emmy-Sieg ging es aufwärts
Kudrow zufolge änderte sich ihre Situation als „Friend unter ferner liefen“ erst, als sie nach ihrem Emmy-Gewinn 1999 eine Rolle in der Komödie „Reine Nervensache“ an der Seite von Robert De Niro bekam. Danach hätten Produzenten begonnen, sich verstärkt für sie zu interessieren und sie vor allem für romantische Komödien zu besetzen – „obwohl das Genre eigentlich nicht zu mir gepasst hat, weil ich vom Typ her nicht liebenswert genug bin“.
Aktuell kann man Kudrow in der Serie „The Comeback“ sehen. Sie spielt die B-Liste-Schauspielerin Valerie Cherish, die nach einem Karriereknick versucht, wieder Fuß zu fassen. Die erste Staffel lief bereits 2005, ein Jahr nach dem Ende von „Friends“, die zweite 2014 – fast ein Jahrzehnt später. Die dritte und finale Staffel kehrt nun nach einer noch längeren Pause zurück und zeigt erneut, wie Valerie um ihr Comeback kämpft.
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