Rasant wird es heute zugehen im Hauptabend auf ORF 2, wenn in „Donuts“ eine Gruppe jugendlicher Bleifüße in einen Mord am Bremerhavener Autoterminal verwickelt wird. Ob es sich auszahlt, heute Abend beim „Tatort“ einzuschalten, lesen Sie hier in unserer „Krone“-Kritik.
Der ,Tatort: Donuts’ war mit Abstand der aufwendigste ,Tatort’, den ich bislang drehen durfte„, sagt Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Ko, der immerhin schon sechs der beliebten Hauptabend-Krimis gestalten durfte. Der Film beschäftigt sich nämlich mit schnellen Autos und einer Gruppe junger illegaler Rennfahrer. Allein ein gestohlener Wagen, der prominent vorkommt, musste doppelt organisiert werden: “Einmal für die Spielszenen und dann für die Stunts, eigens präpariert mit Differenzial und hydraulischer Bremse. Aber auch die Verfolgungsszenen waren spannend. Ich schätze, wir haben gut ein Drittel mehr Schnitte als ein durchschnittlicher ,Tatort’", so Ko.
Der in Bremerhaven, wo der Krimi spielt, aufgewachsen ist und viel autobiografisches einbringen konnte: “Als 18-Jähriger habe ich als Aushilfe im Hafen gearbeitet. Da gab es Schichten als Fahrer auf dem Autoterminal. Die waren heiß begehrt: Tolle Autos in diese riesigen Car Carrier hineinfahren, die ans andere Ende der Welt verschifft werden."
Die tollen Autos sind es auch, die in “Donuts„ Marie (Luisa Böse), Georghe (Adrian But) und Oleg (Jonas Halbfas) in Schwierigkeiten bringen, als in einem Wagen am Autoterminal eine Leiche gefunden wird. Haben sie doch mehr Dreck am Stecken, als das “Ausborgen„ heißer Schlitten? Vor allem Ermittlerin Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer), die in Bremerhaven ihren eigenen Dämonen begegnet, wird tief hineingezogen in diesen ungewöhnlichen Mordfall.
“Donuts„ ist ein rasanter “Tatort", schnelle Schnitte, ungewöhnliche Kamerawinkel, Rapmusik und abgehalfterte Typen zeichnen ein Sittenbild der weniger privilegierten Bevölkerungsschicht, die sich mit Nachtschichten und krummen Geschäften im Industriegebiet über Wasser hält. Nicht wirklich ein Mordfall zum Mitraten, eher ein spannend inszeniertes Sittenbild, aber es lohnt sich in jedem Fall, heute einzuschalten (20.15 Uhr, ORF 2).









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