„Krone“-Interview
Pfarrer als Internet-Star: „Bin eher konservativ“
Die „Krone“ sprach mit dem deutschen Pfarrer Thomas Eschenbacher, der seine Predigt rappte und damit zum Internet-Star mutierte. Er hatte nicht geahnt, dass sein Auftritt solche Wellen schlägt.
„Krone“: Herr Pfarrer, fast zwei Millionen Menschen haben Ihren Auftritt gesehen, als Sie die Predigt kostümiert gerappt haben. Was sagen Sie dazu?
Thomas Eschenbacher: Es war der Faschingssonntag, und wer mich kennt, weiß, dass ich mir jedes Mal im Fasching etwas einfallen lasse. Mit so einer Welle in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätte ich aber ehrlich gesagt nicht gerechnet. Doch seit Corona übertragen wir zwei Gottesdienste pro Woche live im Internet, daher kam es wohl dazu.
Wie waren die Reaktionen auf Ihren Rapper-Auftritt?
Die Mehrheit hat es positiv aufgenommen, doch natürlich gab es auch negative Kommentare im Internet. Das war mir aber durchaus schon vorher klar. Einige meinten sogar, ich hätte das Evangelium verraten. Doch das ist ein absoluter Quatsch! Zudem war die Predigt in Rap-Form auch nur ein Teil des gesamten Gottesdienstes. Imponiert hat mir schon, dass einige, die sich tatsächlich mit der Rap-Musik beschäftigen, kundgetan haben, dass es reimtechnisch und vom Handwerk her nicht schlecht war. Bei uns in Franken bedeutet das, dass es gut war.
Wie lange sind Sie eigentlich schon als Gottesmann in Amt und Würden?
Ich bin seit 30 Jahren Priester und auch Jugendseelsorger. Grundsätzlich bin ich eher konservativ eingestellt, doch ich versuche auch in meinen Messen, die Gitarre als Stilelement gerne einzubauen. Zudem kennen mich meine sieben Gemeinden, zu denen rund 6000 Katholiken zählen. Und sie wissen, dass ich ihnen nie etwas aufstülpen würde.







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