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Der Anti-Haider | Herz für Kärnten

Der Anti-Haider. Es ist ein Zickzack, dass einem schwindlig werden könnte. Die Grafik mit den Kärntner Landtagswahlergebnissen in der 2. Republik bietet ein buntes Auf und Ab wie sicher kein zweites Bundesland. Wir haben für die „Sonntags-Krone“ in der Ergebnis-Darstellung die Wahlen von 1999 bis 2018 noch einmal besonders hervorgehoben, damit unsere Leser besser sehen und verstehen können, was sich da im südlichsten Bundesland getan hat: FPÖ-Aufschwung bis 42 Prozent unter Haider, knapp 45 Prozent für seinen orangen Nachfolger Dörfler nach Haiders Unfalltod. Danach blau-oranger Totalabsturz und Wiedererblühen der bis in die Neunziger regierenden SPÖ - mit einem Traum-Ergebnis von fast 48 Prozent für Peter Kaiser bei den letzten Landtagswahlen 2018. Heute steht er als Titelverteidiger auf dem Prüfstand. Und dem Landes-Kaiser werden im einstigen Haider-Land wieder gute Chancen auf ein gutes Ergebnis eingeräumt - und das als Anti-Haider im einstigen Haider-Land. 

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Herz für Kärnten. Ja, kein anderes Bundesland hatte bereits Landeshauptleute von mehr als zwei verschiedenen Parteien - samt Blau und Orange. Kein anders Land konnte die SPÖ zurückerobern. Kein anderes hat eine derart schwindsüchtige ÖVP. Kein anderes (Tirol mit der „Liste Fritz“ einmal ausgenommen) so eine starke regionale Liste wie das „Team Kärnten“. Und in keinem anderen Bundesland schnitt Alexander Van der Bellen im vergangenen Herbst so schwach ab wie in Kärnten, während hier der blaue Kandidat Rosenkranz sein weitaus bestes Resultat einfuhr. So könnte man verleitet sein, den heutigen Landtagswahlen bundespolitische Bedeutung abzusprechen. Das freilich wäre weit gefehlt. In politisch so aufgeladenen Zeiten wie diesen sind Wahlen ohne regional-nationale Wechselwirkungen undenkbar.So wird heute genau beobachtet werden, wie sich der rote Landes-Kaiser schlägt - wenn auch selbst bei einem exzellenten SPÖ-Ergebnis die Personaldebatte rund um Bundes-Chefin Rendi-Wagner sicher nicht verebben wird. Die FPÖ wird dazugewinnen, auch wenn aufgrund der Konkurrenz durch das Team Kärnten die Bäume in ihrem Stammland heute nicht sehr viel weiter in den Himmel wachsen dürften. Und die ÖVP muss zittern, nicht ein blamables 1-stelliges Ergebnis einzufahren. So anders Kärnten in mancher Hinsicht ist - heute blickt Österreich in das südlichste Bundesland, nicht zuletzt auch, weil so viele ein Herz für Kärntner und Kärnten haben.

Kommen Sie gut durch den Sonntag! 

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