Die Winterpause war extrem lang, für alle eine außergewöhnliche Situation - die große Frage ist, ob Sturm Salzburg fordern kann? Ich sage: Im Cup ja, in der Liga glaube ich nicht, da wird der Meisterteller zum zehnten Mal in Folge nach Salzburg gehen.
Den Unterschied hat man in den letzten Herbstrunden gesehen: Salzburg gewinnt dreimal mit nur einem Tor, ohne Feuerwerke abzubrennen. Aber Sturm spielt zweimal remis. Es sind zwar beide defensiv stabil, aber die Jaissle-Truppe hat in der Liga auf Sicht den längeren Atem, noch mehr Kraft, noch mehr Qualität.
Aber Sturm hat ein Zeichen gesetzt, profitiert von der intelligenten Einkaufspolitik, kann mit den Höjlund-Millionen nachlegen. So konnte man sich Teixeira, der die Liga schon kennt, leisten. Und mit Okonkwo wurde ein großes Tormann-Talent von Arsenal ausgeliehen. Das unterstreicht die Ambitionen. Mit Siebenhandl hat man ja einen seriösen Bundesliga-Goalie. Wenn Okonkwo nicht gleich performt, macht man sich vielleicht eine Baustelle auf. Anderseits können sich die beiden auch pushen.
Lunte riechen
Umso gespannter bin ich auf den Start von null auf hundert. Das Cup-Viertelfinale zwischen Salzburg und Sturm ist am Freitag ein vorweggenommenes Finale. Es ist nur ein Spiel, da traue ich der Ilzer-Truppe alles zu. Der Zeitpunkt ist nach der langen Pause ideal. Es wäre wichtig, wenn nach vier Doubles einmal jemand anderer einen Titel holt. Und wenn Salzburg erstmals seit 2013 vor dem Cup-Finale scheitert, würden auch die anderen Lunte riechen.
Wobei auch für Rapid das Cup-Viertelfinale mehr als richtungsweisend wird - bei einem K. o. in Wolfsberg wäre die Stimmung in Hütteldorf wieder im Keller.
Dann könnte auch der Kampf um die Top 6 für Rapid brisant werden. Da bin ich auch auf die Austria gespannt unter Neo-Coach Michael Wimmer. Seine neue Spielphilosophie sollte man schnellstmöglich erkennen, sonst würde der Trainerwechsel ja keinen Sinn machen. Und in die „Flop 6“ will niemand. Da kann nach der Punkte-Halbierung jedes Spiel zu einer Qual werden. Ich habe es leider selbst erlebt.
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