Mit Julia Grabher schlägt erstmals seit 2020 eine heimische Tennisspielerin bei einem Major auf. „Habe lange dafür gearbeitet“, so die Vorarlbergerin.
Eine kleine rot-weiß-rote Durststrecke ist vorbei. Nach drei Jahren (Barbara Haas bei den US Open) darf wieder eine österreichische Tennisspielerin bei einem Grand Slam aufschlagen. Die Vorfreude bei Julia Grabher ist enorm. „Ich habe so lange dafür gearbeitet“, strahlt die 26-jährige Vorarlbergerin, „und bin überglücklich, dass mir die direkte Qualifikation gelungen ist.“
Zwölfmal hatte sich Julia erfolglos in der Quali bei Major versucht. Doch im Herbst erreichte sie erstmals die Top 100, verbesserte in einem Jahr ihr Ranking um rund 100 Plätze, als aktuelle Nummer 83 der Welt hat sie nun einen Fixplatz.Das ist auch der Zusammenarbeit mit Trainer Günter Bresnik zu verdanken, der bei Julia noch viel Potenzial ortet. „Allein mit der Vorhand hat sie eine super Grundlage, und sie arbeitet jeden Tag hart, um sich zu verbessern“, lobt der Ex-Thiem-Coach ihre Einstellung.
Im Winter absolvierte Grabher die Vorbereitung auf Teneriffa, Trainingspartner warenHerren-Profis wie Jan-Lennard Struff (D) oder Dennis Novak, ein weiterer Spieler Bresniks. Punkto Fitness arbeitete sie mit Österreichs Parade-Zehnkämpfer Dominik Distelberger zusammen, etwas, das Bresnik vielen seiner Schützlinge nahelegt. „Weil Zehnkämpfer komplette Athleten sind, den Körper genau kennen“, erklärt er.
„Kopf freibekommen“
Nun ist Grabher mittendrin im Grand-Slam-Geschehen. „Es tut sich einiges auf der Anlage, man merkt, dass es bald losgeht, aber ich bekomme davon wenig mit, versuche, meinen Kopf freizubekommen.“ Schließlich wartet auf sie mit Anett Kontaveit (Est) eine Spielerin, die im Sommer noch Nummer zwei der Welt war.„Wenn ich mein Spiel durchziehe, selbstbewusst auftrete, ist alles drin“, meint Julia dennoch. Wie Dominic Thiem wird Grabher erst am Dienstag ins Geschehen einsteigen.
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