Drei Schweizer wollten auf das Electric Love-Festival. Doch in einem Salzburger Park sind sie zu Raub-Opfern geworden: Vier junge Salzburger sind am Dienstag teils zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt worden.
Drei Opfer bedeutet auch dreimal schwerer Raub, betont Richterin Bettina Maxones-Kurkowski: Der Vorwurf richtet sich gegen vier Salzburger zwischen 17 und 23 Jahren – nur die Jüngste, das Mädchen, ist unbescholten. Und nur sie „fühlt sich nicht schuldig“, so der Staatsanwalt am Dienstag im Landesgericht. Weil sie nur dabei gesessen ist, wie ihre Freunde drei Schweizer Besucher des Electric Love-Festivals Fußtritte und Faustschläge verpassten. Passiert ist dies am 6. Juli im Hans-Lechner-Park. Die drei Männer gestehen. „Wir haben die drei Schweizer im Park gesehen und haben sie angesprochen. Dann ist die Stimmung gekippt und es kam zu einem Fußtritt. Eine beschissene Aktion.“ Alkohol und Drogen waren auch im Spiel. Neben der Gewalt drohte der Jung-Vater auch mit einem Schlagring. Die drei Opfer mussten ihre Geldtaschen hergeben – nicht nur: Zwei der Angeklagten gingen mit zwei Opfern sogar noch zum Bankomat, um ihnen noch mehr Geld abknöpfen zu können. Die Richterin wundert sich: Warum das Ganze nur wenige Wochen nach seiner letzten Verurteilung? „Ich war im Ausnahmezustand wegen einer Trennung.“
Haftstrafen zwischen 6 und 2 Jahren
Einer der vier scheint sich besonders der Kriminalität verpflichtet zu haben: Neben dem Raub-Vorwurf listet der Ankläger fünf weitere Strafanträge vor. Darum bekam der 20-Jährige die höchste Strafe: sechs Jahre Haft. Drei bzw. zwei Jahre setzte es für die zwei anderen Männer, ein halbes Jahr auf Bewährung bekam das Mädchen. Nicht rechtskräftig.








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